Ölheizung erneuern und in die Zukunft starten

„Brauche ich wirklich eine neue Heizung? Die alte läuft doch noch.” So oder ähnlich denken viele Hausbesitzer und heizen weiterhin tagtäglich Energie und Geld zum Fenster raus. Dabei sind die Investitionskosten für eine Heizungsmodernisierung überschaubar. Die laufenden Kosten sinken danach dauerhaft und man ist ideal gerüstet für die Zukunft, in der erneuerbare Energien eine immer wichtigere Rolle spielen.  

Welche Vorteile hat es bei Öl zu bleiben?

  • Die Ölheiztechnik entwickelt sich ständig weiter. 
  • Eine Ölheizung ist die ideale Basis für den Einsatz erneuerbarer Energien. Sie ist ein zuverlässiges Back-up und liefert immer dann Wärme, wenn die Erneuerbaren sich nicht erneuern können.
  • Mit Öl-Brennwerttechnik machen Sie einen großen – und sogar bezahlbaren – Schritt in Richtung Energiewende.
  • Mit Öl-Brennwerttechnik setzen Sie auf ein hocheffizientes, bewährtes und langlebiges Heizsystem.
  • Sie können Ihren Öltank mit all seinen Vorteilen weiter nutzen und bleiben unabhängig von Leitungen und Netzen. 
  • Sie können Ihren Energielieferanten und den Zeitpunkt der Heizölbestellung frei wählen.

Wann sollte ich meine Heizung modernisieren?

Ist die Heizung defekt, muss sie erneuert werden – das ist klar. Was ist aber in weniger eindeutigen Fällen, etwa wenn die Heizung zwar alt ist, aber noch ihren Dienst tut? Oder wenn der Heizungshandwerker empfiehlt, den Heizkessel einfach so lange laufen zu lassen, bis er kaputt ist, man selbst aber das Gefühl hat, dass der Heizölverbrauch viel zu hoch ist?

Als Faustregel gilt: Ist eine Heizung älter als 20 Jahre, lohnt sich der Austausch fast immer. Aber auch bei Heizgeräten jüngeren Datums kann eine Erneuerung ratsam sein. Eine moderne Öl-Brennwertheizung setzt den Energiegehalt des Heizöls fast vollständig in Wärme um. Zum Vergleich: Bei einem veralteten Standardkessel kommen nur gut zwei Drittel der Energie aus dem Heizöl als Wärme in den Heizkörpern an. Und auch Öl-Niedertemperaturgeräte, die weit verbreitet, aber oftmals schon in die Jahre gekommen sind, können mehr als zehn Prozent der Energie nicht nutzen. Der Einbau einer Öl-Brennwertheizung stoppt diese Energieverschwendung sofort und ist zudem eine gute Basis für die Umsetzung weiterer Energiesparmaßnahmen. 

Wie Sie mit Ihrem Haus und Ihrer Heizung in Sachen Energieverbrauch aufgestellt sind, können Sie ganz einfach mit unserem kostenlosen Energiesparcheck überprüfen. Anhand weniger Angaben erhalten Sie eine erste grobe Einstufung. 

Bei einer Einschätzung Ihrer alten Heizung kann auch das Altanlagenlabel helfen, das es seit Anfang 2016 gibt. Vergeben vom Schonsteinfeger gibt es Auskunft darüber, wie es um die Effizienz Ihres Heizgerätes bestellt ist. 

Der Aufwand für den Einbau einer neuen Öl-Brennwertheizung ist nicht so groß, wie viele befürchten.

Wie aufwändig ist die Erneuerung der Heizung?

Wer darüber nachdenkt, eine neue Heizung einzubauen, scheut vielleicht den Aufwand, doch das muss nicht sein: Eine Heizungserneuerung ist im Grunde keine große Sache und kann im Idealfall an einem Tag erledigt werden. 

Woran muss ich vorher denken?

Eine vernünftige Planung ist die halbe Miete: Zuerst sollte sich Ihr Heizungsfachmann die Gegebenheiten vor Ort anschauen, um Ihnen die richtige Anlage empfehlen zu können. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um sich in Sachen Fördermöglichkeiten kundig zu machen. Viele energetische Modernisierungen werden bezuschusst und auf die Fördergelder sollten Sie nicht verzichten. Aber oft muss der Antrag vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, beispielsweise bei der KfW-Förderbank.

Und was passiert am Tag der Modernisierung im Heizungskeller?

Zunächst bauen die Heizungshandwerker den alten Kessel fachgerecht aus und kümmern sich auch um dessen Entsorgung. Im zweiten Schritt wird in den Schornstein ein zumeist aus Kunststoff bestehendes spezielles Abgasrohr eingezogen. Das ist nötig, weil die Abgase von Brennwertgeräten über ein feuchteunempfindliches Abgassystem ins Freie geführt werden müssen. Dann wird das neue Öl-Brennwertgerät aufgestellt und angeschlossen – schon ist die Heizanlage wieder einsatzbereit. 

Nur wenig länger dauert die Aktion, wenn die neue Ölheizung mit einer Solarthermieanlage kombiniert wird. In diesem Fall muss noch ein Pufferspeicher installiert werden, der die gewonnene Sonnenwärme bevorratet. Außerdem montieren die Handwerker die Solarkollektoren auf dem Dach. Abschließend werden alle Komponenten miteinander verbunden, die gesamte neue Heizungsanlage gründlich getestet und dann in Betrieb genommen.