Bleibt das Heizen mit Öl in Zukunft bezahlbar?

Wer seine Heizung modernisieren möchte, steht nicht nur vor der Entscheidung für ein neues Heizgerät, sondern auch für einen oder mehrere Energieträger. Da stellt sich die Frage nach den Kosten.

Wie viel kostet Heizöl und wie hat sich der Heizölpreis entwickelt?

Obwohl der Heizölpreis, ähnlich wie der Benzinpreis, von Tag zu Tag schwankt, kann man sagen, dass Heizöl im langfristigen Vergleich ein relativ preiswerter Energieträger ist. 2017 lag der Heizölpreis im Bundesdurchschnitt zwar etwas über dem Vorjahresniveau. Betrachtet man aber die Brennstoffkosten pro Kilowattstunde (bezogen auf den Brennwert) zeigt sich, dass Heizöl im Vergleich zu anderen Heizenergien zu den günstigsten Alternativen zählt. Und der große Vorteil für Ölheizungsbesitzer: Sie können dank ihres Heizöltanks gezielt Niedrigpreislagen nutzen um sich zu bevorraten. 

Auf den Heizölpreis, den der Kunde zahlen muss, wirken viele Faktoren ein. Neben dem Rohölpreis spielen Lieferzeiten, Zahlungsbedingungen, Serviceangebote und besondere Begebenheiten vor Ort eine Rolle. 

Wie viel kostet Heizöl heute?

Hier geht es zum tagesaktuellen Heizölpreis. Außerdem sehen Sie, wie sich der Heizölpreis in den vergangenen fünf Jahren entwickelt hat.

Zum aktuellen Heizölpreis

Ist die Versorgung sicher?

In Deutschland ist die Versorgung für die rund 20 Millionen Menschen, die in einem ölbeheizten Haus leben, gesichert. Etwa 2.000 Mineralölhändler liefern den Brennstoff flexibel und individuell per Tankwagen – egal, ob in der Stadt oder auf dem Land.

Ist das Heizöl einmal im Tank des Ölheizungsbesitzers angekommen, kann es über längere Zeit ohne laufende Kosten gelagert werden. Denn: Wird kein Heizöl verbraucht, etwa im Sommer wenn beispielsweise die Solaranlage die Wärmeversorgung vollständig übernimmt, fallen auch keine Grundgebühren an. Bei Energie, die durch ein Leitungsnetz ins Haus gelangt, ist das anders: Für Strom und Gas fallen auch dann Grundgebühren an, wenn sie nicht genutzt werden.

Flüssige Energieträger wie Heizöl haben zudem entscheidende Vorteile gegenüber anderen Energieträgern: Sie sind gut speicherbar und leicht zu transportieren, sie haben eine hohe Energiedichte und verfügen über eine hervorragende Infrastruktur. 

Gesetzliche Bevorratung

Die Versorgung mit flüssigen Brennstoffen in Deutschland ist doppelt gesichert: Zum einen haben Ölheizungskunden einen eigenen Heizölvorrat im Tank, der häufig für mehr als eine Heizperiode reicht. Zum anderen ist die Bevorratung von Mineralölprodukten gesetzlich vorgeschrieben.

Mehr zu gesetzlichen Bevorratung

Ist das Erdöl bald zu Ende?

Der weltweite Erdölverbrauch ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, und trotzdem haben sich die globalen Ölvorräte erhöht. Das liegt einerseits daran, dass neue Felder entdeckt und erschlossen wurden. Vor allem aber haben neue Explorations- und Produktionstechniken die Ölsuche und -förderung geradezu revolutioniert. 

Zudem wird sparsamer mit dem Rohstoff umgegangen. So arbeiten moderne Heizgeräte effizienter und verbrauchen viel weniger Energie als alte Technik. Das schont die Reserven zusätzlich. Perspektivisch können fossile Kraft- und Brennstoffe sogar durch synthetisch, auf Basis erneuerbarer Energien hergestellte flüssige Energieträger ersetzt werden.

Fazit: Auch wenn  die Reserven voraussichtlich länger reichen als wir sie brauchen und zunehmend erneuerbare Rohstoffe zur Erzeugung flüssiger Energieträger genutzt werden können, müssen wir mit flüssigen Kraft- und Brennstoffen verantwortungsbewusst umgehen. 

Brennstoffe der Zukunft

E-Fuels, also Brennstoffe, die auf Basis erneuerbarer Energien synthetisch erzeugt werden, werden aus Sicht vieler Experten eine wesentliche Rolle in der Energieversorgung der Zukunft spielen. 

Mehr zu den Brennstoffen der Zukunft

Öl-Brennwerttechnik: eine lohnende Investition?

Wie kann ich zukünftig Heizkosten sparen? Diese Frage stellen sich immer mehr Hausbesitzer. Am besten man setzt auf ein hocheffizientes Heizsystem wie Brennwerttechnik. Nach einer Modernisierung sinkt der Energiebedarf sofort und dauerhaft um bis zu 30 Prozent!

Aber warum arbeitet eine Brennwertheizung so viel effizienter als eine alte Heizung? Das Zauberwort heißt „Kondensationswärme“: Brennwerttechnik nutzt auch die im Abgas gebundene Wärme. Das heißt, die im Heizöl enthaltende Energie wird nahezu eins zu eins in Nutzwärme umgewandelt. 

Ölheizung erneuern - Energiekosten senken!

„Brauche ich wirklich eine neue Heizung? Die alte läuft doch noch.” So oder ähnlich denken viele Hausbesitzer und heizen weiterhin tagtäglich Energie und Geld zum Fenster raus. 

Gründe für eine Heizungsmodernisierung

Mit Öl modernisieren oder den Energieträger wechseln?

Welches Heizsystem soll es sein? Öl, Gas, Holzpellets oder eine Wärmepumpe? Im Normalfall ist es wirtschaftlich sinnvoll die Ölheizung zu modernisieren. Denn anders als bei einem Wechsel des Energieträgers fallen bei der Installation einer neuen, effizienteren Öl-Brennwertheizung keine Umstellungskosten an. Meistens können Teile des alten Heizsystems, wie der Heizöltank, weiter genutzt werden. Und durch die jährliche Energieeinsparung mit einem Öl-Brennwertgerät machen sich die Investitionskosten vergleichsweise schnell bezahlt.

Die Kosten für eine neue Heizung können durch verschiedene Förderprogramme gesenkt werden. Im Rahmen der Aktion „Besser flüssig bleiben“ ermittelt der FördermittelService kostenlos die maximale Fördersumme für eine neue Öl-Brennwertheizung und übernimmt auch gleich die Antragsstellung. So kommen Sie mit minimalem Aufwand zur maximalen Fördersumme - ca. 1.000 Euro für ein neues Brennwertgerät sind drin.

Welche Heizung ist die richtige für mich?

Ölheizungen sind langlebig. Aber irgendwann ist es sinnvoll, auch die stabilste Technik auf Vordermann zu bringen. Aber welches Heizsystem ist das richtige für Ein- und Zweifamilienhäuser? Auch für Technik-Laien ist das Angebot gar nicht so unübersichtlich. Es gibt fünf gängige Heizsysteme.

Heizsysteme im Vergleich