Inspektion und Wartung einer Ölheizung: Tipps für den laufenden Betrieb

Spätestens wenn die kalte Jahreszeit Einzug hält, rückt die Heizung wieder stärker ins Blickfeld. Während sie im Sommer zumeist nur für das warme Wasser zuständig ist, soll sie im Winter auch für ein gemütlich warmes Zuhause sorgen. Fällt die Heizung aus, wird es nicht nur unter der Dusche, sondern auch im Wohnzimmer kalt. Um das Risiko für Störungsfälle im Winter zu minimieren, sollte spätestens im Herbst eine professionelle Wartung durchgeführt werden.

Regelmäßige Heizungswartung: Was bringt das bei der Ölheizung?

Eine regelmäßig gewartete und optimal eingestellte Heizungsanlage verbraucht weniger Energie und hilft so, Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Wie ein Auto sollte eine Heizung deshalb – möglichst vor Beginn der Heizsaison – einer Jahresinspektion durch den Experten unterzogen werden.

Was passiert bei der Heizungswartung?

Bei der Heizungswartung überprüft der Fachhandwerker alle Komponenten der Heizungsanlage und tauscht bei Bedarf auch Verschleißteile aus. Ein Wartungstermin dauert in der Regel etwa eine Stunde.

Besonders wichtig ist die Reinigung des Heizkessels. Denn wenn die Wärmetauscherflächen nicht sauber sind, wird unnötig viel Energie verbraucht. Der Grund: Die Wärmeübertragung auf das Heizungswasser ist dann nicht optimal. Zudem kontrolliert der Fachmann auch die Einstellungen des Brenners, um einen effizienten und damit kostengünstigen und emissionsarmen Betrieb der Heizung zu ermöglichen. 

Neben der Reinigung von Kessel und Brenner werden gegebenenfalls Verschleißteile wie Brennerdüse und Ölfiltereinsatz ausgetauscht. Außerdem werden Vorlauf- und Kesseltemperatur auf den optimalen Wert eingestellt. Darüber hinaus erfolgt die Prüfung aller Regelungs- und Sicherheitseinstellungen, damit ein störungsfreier Betrieb der Heizungsanlage in der kalten Jahreszeit gewährleistet ist.

Auch das Entlüften der gesamten Heizungsanlage und bei Bedarf das Auffüllen mit Wasser gehören zur fachgerechten Wartung. Denn Luftblasen in Heizkörpern oder in den Leitungen der Fußbodenheizung behindern die Wärmeverteilung, was den Energieverbrauch erhöht.

In der Summe sorgen die Wartungsschritte für eine gleichmäßige Verbrennung und damit für eine optimale Ausnutzung des Energiegehalts des Brennstoffs. Verbrauchskosten und Emissionen können sich dadurch merklich reduzieren. Eine regelmäßig durchgeführte Heizungswartung senkt zudem das Risiko, dass diese einmal ausfällt.

Was macht der Schornsteinfeger?

Wer eine Ölheizung hat, bekommt regelmäßig Besuch vom Schornsteinfeger. Er stellt sicher, dass eine Heizung die vorgeschriebenen Emissionswerte einhält. Hausbesitzer müssen sich darum kümmern, dass ihre Heizungsanlage regelmäßig und fristgerecht durch einen Schornsteinfeger kontrolliert wird. 

Wie oft der Schornsteinfeger kommen sollte

Empfehlung für ältere Heizkessel: Heizungscheck

Wer eine ältere Ölheizung hat, sollte die jährliche Wartung mit einem zusätzlichen Heizungscheck verbinden. Dabei suchen geschulte Fachleute gezielt nach energetischen Schwachstellen und machen Vorschläge, wie sich diese beseitigen lassen.

Eine häufig vorgeschlagene Maßnahme ist etwa der sogenannte hydraulische Abgleich. Dabei werden die einzelnen Heizungskomponenten systematisch eingestellt und besser aufeinander und auf die Gegebenheiten der Heizungsanlage und des Gebäudes abgestimmt. Ziel dieser Maßnahme ist eine optimale Wärmeverteilung im ganzen Haus und infolgedessen ein sinkender Energiebedarf.

Und was ist mit dem Tank? 

Zu jeder Ölheizung gehört auch eine Tankanlage. Für ihre Sicherheit ist der Betreiber verantwortlich und sollte sie daher regelmäßig kontrollieren.
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