Füllstandsanzeiger: Wie viel Heizöl ist im Tank?

Vor dem Start der Befüllung ermittelt der Tankwagen-Fahrer, wie viel Heizöl noch im Tank ist beziehungsweise wie groß die vorhandene Freimenge ist. Sprich: Er stellt sicher, dass die bestellte Menge auch in den Tank passt.

Batterietanks mit Füllstandsanzeigern

Daher ist es bei jedem Öltank möglich, den Füllstand in Litern zu erkennen und das maximal zulässige Füllvolumen festzustellen. Dafür gibt es Füllstandsanzeiger. Wird der Füllstand nicht direkt in Litern angezeigt, liegt eine Tabelle zur Umrechnung der Anzeigewerte in Liter an der Anlage bereit. Der maximal zulässige Füllstand ist auf dem Anzeiger oder dem Öltank gekennzeichnet. 

Jeder Öltank, bei Batterietankanlagen jeder einzelne Behälter, ist mit einem Füllstandsanzeiger versehen. Dieser ermöglicht eine einfache Ermittlung des Füllstandes. 

Batterietanks aus aus durchscheinendem Kunststoff

Öltanks aus durchscheinendem (transluzentem) Kunststoff, bei denen der Füllstand direkt am Behälter ersichtlich ist, brauchen keinen Füllstandsanzeiger.

Ist aber der Füllstand nicht mehr durch die Wandung erkennbar, muss der Hausbesitzer den Tank reinigen lassen, um die Transluzenz wiederherzustellen. Oder er kann einen Füllstandsanzeiger auf einem freien Anschlussstutzen auf dem Öltank nachrüsten lassen.

Ist kein freier Anschlussstutzen mehr vorhanden, kann alternativ ein sogenannter Faden-Schwimmer-Füllstandsanzeiger auf dem Tankscheitel installiert werden. Für diese Nachrüstung gibt es genaue Herstellervorgaben.

Arten der Füllstandsmessung
  • Die Füllstandsmessung per Peilrohr und Peilstab funktioniert wie die Ölstandskontrolle beim Auto: Peilstab ins Peilrohr stecken, rausziehen, abwischen, erneut reinstecken, Füllstand ablesen. Bei unterirdischen Öltanks ist ein Peilrohr mit Peilstab vorgeschrieben.

  • Mechanische Füllstandsanzeiger zeigen den Füllstand permanent an, entweder als Füllhöhe in Zentimetern oder als Füllvolumen in Litern. Je nach Füllstand im Öltank steigt oder fällt der an einem Faden hängende Schwimmer und bewegt so die Anzeige auf der Skala.

  • Bei pneumatischen Füllstandsanzeigern wird mit einer handbetriebenen oder elektrischen Pumpe so lange Luft in die Messleitung gedrückt, bis die darin stehende Heizölsäule verdrängt wird. Der nun auf die Luftsäule in der Messleitung wirkende hydrostatische Druck wird im Anzeigegerät in Füllungsgrad gewandelt.

  • Bei elektronischen Füllstandsanzeigern können als Messverfahren Ultraschall, Kapazitiv oder Druck zum Einsatz kommen. In der Regel werden aber pneumatische Messung (siehe Abbildung) oder die Schwimmer-Faden-Messmethode angewendet. Der Messwert wird dann in ein elektronisches Signal umgewandelt.