Oberaudorf: Solarstrom-Überschuss zur Wärmeversorgung

„Im Sommer komplett den Ölbrenner ausschalten“ – mit diesem Ziel starteten die Besitzer des Zweifamilienhauses nahe der österreichischen Grenze in einen Power-to-Heat-Feldtest von IWO und dem Technologie-Anbieter shine. Statt selbst erzeugten Solarstrom in das Stromnetz einzuspeisen, nutzen sie ihn nun teilweise zum Heizen und für die Trinkwasser-Erwärmung. Das reduziert ihren Heizölbedarf und wird insbesondere dann auch finanziell interessant, wenn die bisherige Einspeisevergütung für Strom aus der Photovoltaik-Anlage abläuft.

Der Einbau der Power-to-Heat-Komponenten in den vorhandenen Wärmespeicher war denkbar einfach: Ein Elektriker hat ihn mit einem Heizstab versehen. Der wird von einer elektronischen Steuerung automatisch eingeschaltet, wenn es im Haus gerade keine anderen Abnehmer für den selbst erzeugten PV-Strom gibt. Die Hausbesitzer rechnen damit, pro Jahr rund 200 Liter Heizöl einsparen zu können. Nach den ersten Monaten im Feldtest sieht es so aus, als ob dieses Ziel sogar übertroffen werden kann.

Genaue Messdaten zum Modellhaus in Oberaudorf finden Sie in unserer interaktiven Reportage.

  • Eines der ersten Häuser im Power-to-Heat-Feldtest von IWO: Wenn die Solarstromanlage mehr Strom erzeugt als im Haus verbraucht wird, steuert eine Regelung einen Heizstab an, der in dem vorhandenen 350-Liter-Wärmespeicher des Gebäudes installiert ist.

  • Die 2014 installierte Photovoltaik-Anlage des Hauses hat eine Peak-Leistung von 9,75 kW.

  • Ein Wechselrichter macht aus dem Gleichstrom der Photovoltaik-Anlage nutzbaren Wechselstrom.

  • Ein solcher Heizstab wurde nachträglich in den vorhandenen Wärmespeicher der Hausbesitzer eingebaut. Er wird immer dann angesteuert, wenn die PV-Anlage nach der Eigenstromversorgung des Haushalts noch genug Strom erzeugt. Diese Energie wird als Wärme im Pufferspeicher gespeichert.

     

     

     

  • Der Energiemanager von shine aktiviert den Heizstab, wenn die Photovoltaik-Anlage des Hauses Überschüsse produziert.

Oberaudorf

Gebäudetyp

Zweifamilienhaus

Postleitzahl

83080

Bundesland, Ort

Bayern, Oberaudorf

Maßnahmen

Power-to-Heat-Nutzung durch Einbau eines Heizstabes

Einsparung Primärenergie

aktuell im Feldtest

Investition

1.200 €

Nutzfläche

190 m²

Gebäude-Baujahr

1993

Anzahl Bewohner

5 Personen

Heizsystem, weitere Wärmeerzeuger

Ölkessel, Kachelofen

PV-Anlage

66 m², Peak-Leistung 9,75 kWp, Inbetriebnahme 11/2014

Heizöltank

4.500 Liter Kunststofftank

Power-to-Heat-Einbindung, Regelung

dreistufiger Heizstab (max. 2 kW) in 350-Liter-Wärmespeicher, Shine-Energiemanager

Solarthermie

12 m² Kollektorfläche für Trinkwasser und Heizungsunterstützung

Wohneinheiten

2

Details


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