München: In ruhiger Lage und doch mittendrin

Die Architektin erfüllte sich und ihrer Familie im Jahr 2008 mit dem Kauf des Einfamilienhauses einen lang gehegten Wunsch: Wohnen in ruhiger Lage und doch nahe am Stadtkern Münchens. Bis auf einen Anbau aus den 1970er Jahren war das Haus noch im Originalzustand. Eine umfangreiche Sanierung war daher unumgänglich. Neben dem energetischen Zustand passte die Architektin auch die Wohnfläche an heutige Ansprüche an. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein großzügiger Grundriss mit lichtdurchfluteten Räumen, mehr Platz für die Familie und ein Energiebedarf, der dem eines Neubaus entspricht.

  • „Wir wollten den Wohnkomfort grundlegend verbessern, ohne jedoch die in das Umfeld eingepasste Identität des Hauses zu verändern. Beides ist uns mit der Rundum-Modernisierung gelungen. Die Energiesparmaßnahmen waren ein wichtiger Bestandteil unseres Gesamtkonzepts“, erklärt die Münchener Hausbesitzerin.

  • Der fast 20 Jahre alte Heizkessel wurde, wie im Altbau häufig anzutreffen, ohne hydraulischen Abgleich und mit einer nicht leistungsgeregelten Umwälzpumpe betrieben. Zudem entwichen bei der konventionellen Anlage die heißen Abgase ungenutzt durch den Schornstein.

  • Die neu installierte Öl-Brennwertheizung hingegen entzieht dem Abgas sowohl die fühlbare Wärme als auch die im Wasserdampf gebundene Kondensationswärme und führt sie dem Heizsystem zu. So wird ein Nutzungsgrad von bis zu 98 Prozent erreicht. Mehr ist physikalisch kaum möglich.

  • Die 10 m² große Solaranlage konnte auf dem Dach in optimaler Südausrichtung installiert werden. Die so eingefangene Sonnenwärme unterstützt die Warmwasserversorgung und die Erwärmung des Heizwassers.

  • Um die Sonnenwärme auch an trüben Tagen nutzen zu können, hat das System zwei 500 Liter fassende Schichtenspeicher. Eine intelligente Regelung sorgt verwaltet die Wärmeströme. So wird die Sonnenwärme nicht erst in den Speicher geführt, wenn sie akut im Heizkreis oder bei der Trinkwassererwärmung benötigt wird.

  • Um Platz zu gewinnen, wurde der alte kellergeschweißte 8.000-Liter-Öltank fachgerecht ausgebaut und entsorgt. Die zwei neuen doppelwandigen Tanks haben zusammen ein Fassungsvermögen von nur noch 2.000 Litern und konnten im gleichen Raum wie der Rest der Heizungsanlage aufgestellt werden.

  • Im alten Gebäudeteil wurden die vorhandenen Holzfenster mit Isolierverglasung aus den 1980er Jahren entfernt. Ebenso wie im neu errichteten Anbau kamen hier Holz-Aluminium-Fenster mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasungen zum Einsatz.

  • Um die Wärmeverluste über die Außenwände zu minimieren, wurde ein 16 cm starkes Wärmedämmverbundsystem aufgebracht. Die Dachsparren wurden aufgedoppelt, um eine neue Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle einzubringen. Anschließend wurde das Dach neu gedeckt. Auch die Kellerdecken haben eine zusätzliche Dämmschicht erhalten.

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München

Gebäudetyp

Einfamilienhaus

Postleitzahl

80689

Bundesland, Ort

Bayern, München

Maßnahmen

Heizung, Dämmung, Fenstertausch

Einsparung Primärenergie

81 %

Investition

167.278 €

Nutzfläche

259 m² (vorher 254 m²)

Gebäude-Baujahr

1936

Anzahl Bewohner

4 Personen

Heizsystem

Öl-Brennwertgerät, Solarthermie

Solarkollektor, Volumen Wärmespeicher

10,2 m², 53°, Richtung Süd, 2 x 500 Liter

Tanktyp

Doppelwandige Tanks

Tankvolumen

2.000 Liter

Reichweite einer Tankfüllung

Ca. 1,5 Jahre

Heizölbedarf pro Jahr

1.450 Liter (vorher 7.963 Liter)

Details


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