Herford: Gestalterische und energetische Verwandlung

Auf den ersten Blick fragt man sich, ob dies noch dasselbe Haus wie vorher ist. Tatsächlich ist es gelungen, das konventionelle Einfamilienhaus aus dem Jahre 1962 in ein modernes, individuelles Gebäude zu verwandeln. Im Zuge des Umbaus wurden Außenwände und Dach gedämmt sowie neue Fenster und Türen eingebaut. Mindestens genauso zeitgemäß präsentiert sich das Heizkonzept: Ein neues Öl-Brennwertgerät sorgt gemeinsam mit einer Solaranlage und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für eine effiziente Wärmeversorgung. Damit unterschreitet das Haus heute das energetische Niveau eines vergleichbaren Neubaus.

  • „Seit dem Bau des Hauses vor rund 50 Jahren wurden nur geringfügige bauliche und technische Veränderungen vorgenommen. Wir wollten die Sache jetzt gründlich angehen. Durch den neuen Grundriss und das Energiekonzept haben wir das Haus nun unseren Ansprüchen entsprechend verwandelt“, erklärt die Familie aus Herford.

  • Obwohl sich die Wohnfläche des Hauses durch den Umbau vergrößert hat, kommt das neue Öl-Brennwertgerät mit 12/19 kW Leistung aus. Das neue Heizgerät ersetzt einen 23 Jahre alten Öl-Niedertemperaturkessel.

  • Vor Blicken fast verborgen sind die Flachkollektoren der Solaranlage auf dem verwinkelten Dach montiert. Sie sind mit einer Neigung von 20° nach Südsüdost ausgerichtet. Die Anlagensteuerung ist zusammen mit der Heizungsanlage im Kellergeschoss des Hauses untergebracht.

  • Der Einsatz eines bivalenten Speichers ist immer dann erforderlich, wenn neben einem konventionellen Wärmeerzeuger unterstützende Systeme wie eine Solaranlage verwendet werden. Ein solcher Speicher macht es möglich, die gewonnene Energie aus der Solaranlage zwischenzulagern, bis sie gebraucht wird.

  • Der vorhandene zylindrische Stahltank hat ein Volumen von 7.000 Litern. Da er erhalten blieb, kann die Familie jetzt einen Heizölvorrat für mehr als sechs Jahre anlegen.

  • Die weitreichenden Veränderungen des Gebäudegrundrisses legten die Erneuerung der Fenster und eine Dämmung der Außenwände nahe. Auf dem bestehenden und neu errichteten Mauerwerk wurde ein 18 cm dickes Wärmedämmverbundsystem montiert.

  • Um die Gebäudehülle auch nach oben und unten zu dämmen, erhielt das Dach eine insgesamt 26 cm dicke Auf- und Zwischensparrendämmung und die Kellerdecke eine 12 cm dicke Dämmschicht aus Polystyrolplatten.

Herford

Gebäudetyp

Einfamilienhaus

Postleitzahl

32049

Bundesland, Ort

Nordrhein-Westfalen, Herford

Maßnahmen

Heizung, Dämmung, Fenstertausch

Einsparung Primärenergie

53 %

Investition

32.180 €

Nutzfläche

262 m²

Gebäude-Baujahr

1962

Anzahl Bewohner

4 Personen

Heizsystem

Öl-Brennwertgerät, Solarthermie

Solarkollektor, Volumen Wärmespeicher

5 m², 20°, Richtung Südsüdost, 300 Liter

Tanktyp

Stahltank

Tankvolumen

7.000 Liter

Reichweite einer Tankfüllung

Ca. 6 Jahre

Heizölbedarf pro Jahr

1.132 Liter (vorher 2.869 Liter)

Details


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