Hamburg: Gelungene Sanierung mit viel Engagement

Drei Pontons aus dem Jahr 1950 sind seit langem Wohn-, Lern- und Arbeitsstätte für Jugendliche aus dem Projekt des Gangway e. V. Jugendhilfezentrums. Die in einem Seitenkanal der Elbe befindliche Anlage wurde nun energetisch saniert. Dabei war die Eigenleistung, die auch im Rahmen der Ausbildung der betreuten Jugendlichen erfolgte, ein wichtiger Bestandteil. Durch eine neue Heizung, den Tausch der Fenster und Türen sowie weitere Maßnahmen konnte der bisherige Heizölverbrauch drastisch gesenkt werden.

  • „Die Sanierung war unter Aufrechterhaltung der Betreuung der Jugendlichen nicht einfach. Doch durch das große Engagement aller Beteiligten ist es uns gelungen, die Maßnahmen erfolgreich umzusetzen. Durch die künftige Energiekosten-Einsparungen kann das Projekt fortgeführt werden“, betonen die Beteiligten vom Gangway e. V.

  • Die Ponton-Anlage wurde bisher über einen Öl-Niedertemperaturkessel mit Wärme versorgt. Dieser wurde im Zuge der energetischen Sanierungsmaßnahmen gegen ein effizientes Öl-Brennwertgerät mit einer Nennwärmeleistung von 23 beziehungsweise 37 kW ausgetauscht.

  • Der 5.000-Liter-Stahltank, der noch immer den technischen Anforderungen entspricht, blieb erhalten und kann aufgrund des geringen Energiebedarfs der sanierten Pontons nun Heizöl für mehr als zwei Jahre bevorraten.

  • Die neue, optimal nach Süden ausgerichtete, 7 m² großeSolarthermieanlage dient ausschließlich der Warmwasserbereitung. Hierzu wurden zwei Vakuumröhrenkollektoren, die über ein Leitungssystem mit dem Wärmespeicher verbunden sind, auf der Flachdachfläche installiert.

  • Die Gebäude auf den Pontons wurden 1950 in Holzständerbauweise errichtet. Sowohl Außenwände als auch Dachdecken waren nur unzureichend gedämmt, was winters zu großen Wärmeverlusten, sommers zu einer Aufheizung der Räume führte.

  • Im Rahmen der energetischen Sanierung wurde eine Dämmung aus Mineralwolle zwischen den Dachbalken angebracht. Die tragende Holzkonstruktion der Außenwände wurde aufgedoppelt. So konnte in die Gefache eine Mineralwolledämmung eingebaut werden.

  • Nach entsprechenden Abdichtungsmaßnahmen wurden die Fassaden mit einer neuen Beplankung versehen.

  • Die Holzfenster und Eingangstüren entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Dichtigkeit und Wärmedämmfähigkeit. Der Austausch gegen Kunststoffelemente mit einer Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung (Ug-Wert 0,7) trägt künftig zu einem geringeren Wärmebedarf bei.

  • Zur Sicherstellung des notwendigen Mindestluftwechsels, aber auch zur Energieeinsparung, wurde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Bevor die Abluft über das Lüftungsgerät ins Freie gelangt, gewinnt ein integrierter Wärmetauscher einen großen Teil der Wärmeenergie zurück und gibt diese an die frische Zuluft ab...

Hamburg Wilhelmsburg

Gebäudetyp

Pontons

Postleitzahl

21107

Bundesland, Ort

Hamburg-Wilhelmsburg

Maßnahmen

Heizung, Dämmung, Fenstertausch

Einsparung Primärenergie

80 %

Investition

83.012 €

Nutzfläche

113 m²

Gebäude-Baujahr

1950

Anzahl Bewohner

7 Personen

Heizsystem

Öl-Brennwertgerät, Solarthermie

Solarkollektor, Volumen Wärmespeicher

7,0 m², Richtung Süd, 287 Liter

Tanktyp

Stahltank

Tankvolumen

5.000 Liter

Reichweite einer Tankfüllung

Ca. 2 Jahre

Heizölbedarf pro Jahr

2.391 Liter (vorher 11.831 Liter)

Details


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