Fürth: Sparen durch mehr Effizienz und viel Eigenleistung

Der hohe Heizölverbrauch und die Raumaufteilung des Zweifamilienhauses waren für Familie Stephan nicht optimal. Daher entschied sie sich, ihr neu erworbenes Heim im Odenwald vor dem Bezug zu modernisieren. Die Sanierung dauerte zwar länger als ein Jahr, durch die große Eigenleistung konnten die neuen Besitzer aber ihr Budget schonen. Das ehrgeizige Ziel, die Immobilie energetisch auf das Niveau eines Neubaus zu bringen, haben sie erreicht: Das 40 Jahre alte Haus ist heute ein KfW-Effizienzhaus 100.

  • „Sparpotenzial war von Beginn an das Stichwort für uns. Durch das effiziente Hybridheizsystem sparen wir bei den Heizkosten eine Menge Geld. Und durch unsere große Eigenleistung bei der Sanierung haben wir Mittel eingespart, die uns jetzt für andere Anschaffungen zur Verfügung stehen“, freut sich die Familie aus Fürth im Odenwal...
  • Das neu installierte Öl-Brennwertgerät ist die Basis eines Hybrid-Heizsystems. Der Heizkessel übernimmt vor allem die Spitzenlastabdeckung, wenn die Wärme von Solaranlage und Holzkamin für die Versorgung des gut gedämmten Hauses nicht mehr ausreicht.
  • Die Kollektorfläche der solarthermischen Anlage ist mit 13,8 m² so dimensioniert, dass sie sowohl zur Brauchwassererzeugung als auch zur Heizungsunterstützung beitragen kann. Die vier Flachkollektoren sind im 33°-Winkel nach Südost ausgerichtet.
  • Der neue Holzkachelofen gibt einen Großteil der Wärme über einen Wärmetauscher an wasserführende Rohre ab, die den Wärmespeicher speisen. Ein Teil der Wärme verbleibt im Brennraum, der sich in einem wassergefüllten Kesselkörper befindet. Das darin aufgeheizte Wasser geht direkt in die Flächenheizungen in den Wohnräumen.
  • Im Garten verborgen befindet sich der 1985 gebaute Erdtank. Er hat ein Fassungsvermögen von 10.000 Litern. Bei dem aktuellen Heizölbedarf von rund 1.500 Litern jährlich, reicht eine Tankfüllung für mehr als sechs Jahre.
  • Wesentliches Element einer Hybridheizung ist ein 1.000 Liter fassender, gut isolierter Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Energiequellen bevorratet wird. In den Sommermonaten kann die für Warmwasser benötigte Energie fast ausschließlich solar erzeugt werden, im Herbst und Frühjahr hilft der Kachelofen. ...
  • Neben der Verteilung der Wärmeversorgung auf mehrere Säulen, war den Eigentümern eine qualitativ hochwertige Wärmedämmmung wichtig. Dach und Kellerdecke haben sie in Eigenleistung gedämmt. Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) schützt die Außenwände gegen übermäßige Wärmeverluste.
  • Sämtliche Fenster und Türen wurden gegen neue Elemente mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung getauscht. Die Mehrkammer-Kunststoffprofile der Rahmen und die hochwertige Verglasung sorgen in Kombination mit den übrigen Dämmmaßnahmen künftig dafür, dass die erzeugte Wärme im Haus bleibt.

Fürth

Gebäudetyp

Einfamilienhaus

Postleitzahl

64658

Bundesland, Ort

Bayern, Fürth

Maßnahmen

Heizung, Dämmung, Fenstertausch

Einsparung Primärenergie

79 %

Investition

105.435 €

Nutzfläche

287 m² (vorher 266 m²)

Gebäude-Baujahr

1973

Anzahl Bewohner

4 Personen

Heizsystem

Öl-Brennwertgerät, Solarthermie, Kaminofen

Solarkollektor, Volumen Wärmespeicher

13,8 m², 33°, Richtung Südost, 1.000 Liter

Tanktyp

Erdtank

Tankvolumen

10.000 Liter

Reichweite einer Tankfüllung

Ca. 6,5 Jahre

Heizölbedarf pro Jahr

1.542 Liter (vorher 7.196 Liter)

Details


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