Hausbesitzer, die ihre Heizkosten dauerhaft senken möchten, haben prinzipiell zwei Möglichkeiten: Sie können effizientere Heiztechnik einbauen oder die Dämmung des Gebäudes verbessern. Am besten ist natürlich die Kombination beider Maßnahmen. Eine solche Komplettsanierung kann den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent reduzieren, ist jedoch auch sehr teuer. Die meisten stehen also vor der Frage: Heizung oder Dämmung? 

Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick darüber, wie hoch die Kosten für unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden sind und welche Energieeinsparung sich damit erzielen lässt.

Eine Erneuerung der Heizung hat die beste Kosten-Nutzen-Bilanz

Eine neue Öl-Brennwertheizung kostet rund 10.150 Euro und spart im Schnitt 28 Prozent Energie. Mit der Einbindung weiterer Komponenten wie Solarthermie oder einem Holzkaminofen steigen die Investitionskosten ebenso wie die potenzielle Energieeinsparung, die bei bis zu 50 Prozent liegen kann. 

Über unzureichend gedämmte Dächer, Außenwände und Keller sowie alte Fenster kann sehr viel Wärme entweichen. Um jedoch durch Wärmeschutzmaßnahmen an der Gebäudehülle genauso viel Energie einzusparen wie durch eine Heizungserneuerung, muss häufig mehr als das Doppelte investiert werden: Für die Dämmung von Dach oder Fassade werden jeweils rund 21.000 Euro fällig, während die Energieeinsparung nur bei 14 beziehungsweise 18 Prozent liegt.

Eine Dämmung der Kellerdecke ist zwar mit 4.000 Euro die kostengünstigste Einzelmaßnahme, bringt aber auch lediglich acht Prozent Einsparung. Der Austausch von Türen und Fenstern schlägt mit durchschnittlich 17.000 Euro zu Buche. Einsparen lassen sich damit rund sieben Prozent. 

Rein rechnerisch zahlen sich demzufolge die Kellerdeckendämmung und der Einbau einer neuen Heizung am schnellsten aus.

Neue Brennwertheizung behält hohe Effizienz

Für die Reihenfolge „erst die Heizung, dann die Dämmung” spricht außerdem, dass ein modernes Öl-Brennwertgerät seine hohe Effizienz beibehält. Das gilt auch, wenn das Gebäude in einem späteren Sanierungsschritt gedämmt wird, denn ein Öl-Brennwertkessel passt sich dem reduzierten Wärmebedarf an.