Hydraulischer Abgleich für eine optimale Wärmeverteilung

Gleichmäßige Wärme im ganzen Haus

Kennen Sie das? Der eine Heizkörper wird nicht richtig warm, beim anderen rauscht es am Ventil, morgens ist es im Bad noch kühl, während im Schlafzimmer die Heizung glüht... All dies sind Anzeichen dafür, dass die Heizungsanlage nicht optimal eingestellt ist. Das bedeutet häufig gleichzeitig, dass Energie verschwendet wird. Hier kann der sogenannte hydraulische Abgleich Abhilfe schaffen. Und weil die richtigen Einstellungen anschließend in vielen Fällen Energie sparen und so den Klimaschutz unterstützen, werden die Kosten dafür sogar staatlich gefördert.

Video: Wie funktioniert der hydraulische Abgleich?

Die Maßnahme: hydraulischer Abgleich

Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage bedarfsgerecht eingestellt. Dazu kommt ein Experte ins Haus, der vor Ort alle erforderlichen Daten zur Berechnung des Wärmebedarfs der einzelnen Räume, die Leistung aller installierten Heizflächen sowie den tatsächliche Wärmebedarf der Bewohner ermittelt – in der Regel mithilfe einer speziellen Software. Die hilft außerdem dabei, die optimale Vorlauftemperatur für das System und die nötige Wassermenge für jeden Heizkörper zu berechnen. 

Anhand dieser systematisch erhobenen Daten werden dann die einzelnen Heizungskomponenten eingestellt und besser aufeinander und auf die Gegebenheiten der Heizungsanlage und des Gebäudes abgestimmt. Zudem können veraltete und überdimensionierte Umwälzpumpen bei dem Termin direkt gegen passende und effizientere ausgetauscht werden.

Das Ergebnis: gleichmäßige Wärme

Nach dem hydraulischen Abgleich werden die Räume gleichmäßig angenehm warm und es gibt keine störenden Geräusche mehr. Auch die Gefahr der unbemerkten Energieverschwendung ist gesunken.

Ohne hydraulischen Abgleich kann es sein, dass Heizkörper, die näher am Kessel sind, besser vom Heizungswasser durchströmt werden als weiter entfernte.

Hydraulischer Abgleich ist Voraussetzung für Fördermittel

Wer sich für den hydraulischen Abgleich entscheidet, kann die „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ von der BAFA nutzen. Bis zu 30 Prozent der Kosten werden übernommen. 

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Untersuchungen belegen Wirtschaftlichkeit

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Forschungsprojekt OPTIMUS hat die Wirtschaftlichkeit von Heizungsoptimierungen erfolgreich nachgewiesen.

Im Rahmen des OPTIMUS-Forschungsprojekts wurde ein Optimierungskonzept entwickelt, das als Computer-Software erhältlich ist. Die im OPTIMUS-Projekt eingebundenen Fachbetriebe errechneten mit Hilfe dieser Software die optimalen Einstellparameter für den hydraulischen Abgleich.