Hamburg: Generationswechsel im Stadthaus

Bereits die Großeltern der Bauherrin bewohnten das fast einhundert Jahre alte Stadthaus. Jetzt hat die in Hamburg geborene Betriebswirtin gemeinsam mit ihrem Lebenspartner die Doppelhaushälfte übernommen. Und nicht nur bei den Bewohnern fand ein Generationswechsel statt. In Zusammenarbeit mit einem Architekturbüro wurde ein energetisches Modernisierungskonzept erstellt und innerhalb von sechs Monaten umgesetzt. Die Ausstattung des dreigeschossigen Hauses entspricht jetzt dem neuesten Stand der Technik und genügt den heutigen Ansprüchen an modernen Wohnkomfort. Außerdem wurde zusätzlicher Wohnraum im Dachgeschoss geschaffen.

  • „Dass der Primärenergiebedarf durch die Sanierung sogar geringer sein wird als von der EnEV für Neubauten gefordert, hätten wir am Anfang nie gedacht. Unsere Brennstoffkosten werden nur noch ein Fünftel der bisherigen Ausgaben betragen“, schildern die Bauherren aus Hamburg.
  • Der alte Ölheizkessel wurde gegen ein effizientes Öl-Brennwertgerät mit einer Energieausnutzung von 98 % (bezogen auf den Brennwert) ausgetauscht.
  • Der vorhandene standortgefertigte Stahltank kann auch nach der Sanierung weiter genutzt werden. Lediglich der Auffangraum musste saniert werden.
  • Zentrales Element des neuen Heizsystems ist der 750 Liter fassende Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Energiequellen bevorratet wird. Er enthält das Heizwasser und in einem integrierten kleineren Speicher auch das Trinkwasser.
  • Die Sonne wird zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung genutzt. Über die neue Solarthermieanlage wird das Heizwasser im Pufferspeicher erwärmt. Diese Wärme wird dann an den integrierten Trinkwasserspeicher abgegeben. Reicht das nicht, schaltet sich automatisch die Öl-Brennwertheizung hinzu.
  • In das Heizsystem ist auch ein Holzkaminofen mit Wärmetauscher eingebunden. Die vom Kaminfeuer erzeugte Wärme wird über die als Wärmetauscher fungierende Wassertasche in den Pufferspeicher eingespeist. So unterstützt der Kamin die Heizung und die Trinkwassererwärmung.
  • Die Außenwände des fast einhundert Jahre alten Gebäudes waren ungedämmt. Zu den zentralen Sanierungsmaßnahmen zählte daher das Anbringen eines 12 cm Wärmedämmverbundsystems. Auch die Kellerdecke wurde gedämmt.
  • Das zuvor größtenteils ungedämmte Dach wurde mit einer 4 cm dicken Untersparrendämmung, einer 12 cm dicken Zwischensparrendämmung und einer 4 cm dicken Holzfaserdämmung auf der Sparrenlage versehen.
  • Das Stadthaus hatte vor der Sanierung überwiegend alte Kunststofffenster mit Isolierverglasung und zum Teil sogar noch einfach verglaste Kastenfenster. Neue, energetisch hochwertige Holzfenster mit Dreifachverglasung sorgen jetzt im gesamten Wohnbereich für besseren Wärmeschutz.

Hamburg Fuhlsbüttel

Gebäudetyp

Einfamilienhaus

Postleitzahl

22335

Bundesland, Ort

Hamburg Fuhlsbüttel

Maßnahmen

Heizung, Dämmung, Fenstertausch

Einsparung Primärenergie

81 %

Investition

127.464 €

Nutzfläche

206 m²

Gebäude-Baujahr

1911

Anzahl Bewohner

2 Personen

Heizsystem

Öl-Brennwertgerät, Solarthermie, Kaminofen

Solarkollektor, Volumen Wärmespeicher

9,5 m², 52°, Richtung Südost, 750 Liter

Tanktyp

Standortgefertigter Stahltank

Tankvolumen

3.000 Liter

Reichweite einer Tankfüllung

Ca. 3 Jahre

Heizölbedarf pro Jahr

1.014 Liter (vorher 5.863 Liter)

Details


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