Dieburg: Energetische Sanierung hatte Vorrang

Schon nach der ersten Besichtigung stand für die fünfköpfige Familie fest: „Das ist das richtige Haus für uns.“ Eigentlich wollte sie zunächst nur Küche und Badezimmer renovieren, aber das musste warten. Denn nach Gesprächen mit Architekt und Energieberater war klar, dass die energetische Sanierung Vorrang hat. Der Austausch der zwanzig Jahre alten Heizungsanlage und die Verbesserung des Wärmeschutzes versprachen erhebliche Einsparungen. Die Umsetzung aller Energiesparmaßnahmen dauerte nur vier Monate und konnte innerhalb des vorab kalkulierten Kostenrahmens realisiert werden.

Und auch der flüssige Brennstoff ist innovativ: Dem klassischen Heizöl wird ein neuer, treibhausgasreduzierter flüssiger Brennstoff, sogenanntes E-Fuel beigemischt.

  • „Eigentlich hatten wir nur an Schönheitsreparaturen und eine neue Küche gedacht. Die Energieberatung hat uns jedoch davon überzeugt, dass eine energetische Sanierung mehr bringt. Mit dem Geld, das wir bei den Heizkosten sparen, können wir dann auch den Rest umsetzen“, sagt der Hausbesitzer.
  • Der zwanzig Jahre alte Niedertemperatur-Heizkessel wurde durch ein Öl-Brennwertgerät ersetzt. Alle Anschlüsse sind auf der Kesseloberseite platziert, so dass eine platzsparende Aufstellung möglich ist. Über eine übersichtliche zentrale Steuereinheit können die Bewohner das Brennwertgerät einfach bedienen.
  • Der aus Stahl gefertigte Warmwasserspeicher bevorratet die von der Ölheizung erzeugte Wärme für Heizung und Brauchwasser. Mit einem Fassungsvermögen von 200 Litern ist er für den Fünf-Personen-Haushalt ausreichend groß bemessen.
  • Der alte kellergeschweißte Öltank mit einem Volumen von 9.500 Litern beanspruchte sehr viel Platz. Er wurde durch vier neue, je 1.000 Liter fassende Batterietanks ersetzt. Da der jährliche Heizölbedarf durch die Sanierung um fast 70 Prozent gesunken ist, reicht der Vorrat dennoch für rund zwei Jahre.
  • Die alten Holzfenster wurden durch Kunststofffenster mit Isolierverglasung ersetzt. Lediglich die alte Hauseingangstür blieb erhalten.
  • Das Haus wurde in Massivbauweise mit Außenwände aus 24 cm dicken Beton-Hohlblocksteinen mit Innen- und Außenputz ohne zusätzliche Dämmung errichtet. Um die Wärmeverluste zu minimieren, wurde ein 14 cm starkes Wärmedämmverbundsystem aufgebracht und mit mineralischem Faserputz witterungsbeständig gemacht.
  • Das zuvor ungedämmte Flachdach ist jetzt mit 12 cm starken Polyurethan-Hartschaumplatten gegen Wärmeverluste geschützt. Die Kellerdecke kleidete der Hausherr in Eigenleistung mit 6 cm starken Styrodur-Hartschaumplatten aus.

Dieburg

Gebäudetyp

Einfamilienhaus

Postleitzahl

64807

Bundesland, Ort

Hessen, Dieburg

Maßnahmen

Heizung, Dämmung, Fenstertausch

Einsparung Primärenergie

69 %

Investition

91.576 €

Nutzfläche

219 m²

Gebäude-Baujahr

1965

Anzahl Bewohner

5 Personen

Heizsystem

Öl-Brennwertgerät

Volumen Wärmespeicher

200 Liter

Tanktyp

Doppelwandiger Batterietank

Tankvolumen

4.000 Liter

Reichweite einer Tankfüllung

Ca. 2 Jahre

Heizölbedarf pro Jahr

1.993 Liter (vorher 6.490 Liter)

Details


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