02. September 2015

Schlaues Haus mit vernetzter Ölheizung

Smart Home

Knapp die Hälfte der Deutschen interessiert sich laut einer Umfrage für Smart Home, also die Vernetzung der Technik im eigenen Haus. Dieser Trend ist längst auch im Heizungskeller angekommen und die Einbindung der Heizung ins vernetzte Heim ist auch bei der Ölheizung inzwischen Standard. Der Gang in den Keller, um an einer umständlichen Regelung die Heizung einzustellen gehört für immer mehr Hausbesitzer der Vergangenheit an. Inzwischen lassen sich viele Heizgeräte bequem und einfach per App von überall aus mit dem Smartphone oder Tablet bedienen.

Welche Vorteile hat eine vernetzte Heizung?

Ich möchte es heute wärmer haben als sonst? Mit einem Fingerwisch kann die Raumtemperatur vom Sofa aus erhöht werden. Der Urlaub endet früher als geplant? Mit der App kann man noch am  Ferienort die Heizung daheim einschalten. Mit einer bedarfsgerechten und genauen Steuerung und Überwachung der Heizung wächst nicht nur der Komfort. Es steigert auch die Effizienz und spart letztendlich Energie. Diese Vorteile entsprechen den Erwartungen: Mehr als jeder zweite Umfrage-Teilnehmer mit Interesse an Smart-Home-Anwendungen nennt Energieeinsparungen und mehr Komfort im Alltag als wichtigste Nutzen des smarten Wohnens. Das geht aus einer im Frühjahr 2015 durchgeführten Befragung von LSP Digital hervor.   

Auch für die Überwachung der Solaranlage oder den Füllstand des Heizöltanks bieten die Geräthersteller entsprechende Apps an. Wer zum Beispiel genau wissen möchte, wieviel Wärme seine Solaranlage produziert und wieviel konventionelle Energie er damit einspart, kommt an dieser Technik nicht vorbei. Der Heizöltank meldet per App, wie lange der Vorrat noch reicht. So weiß der Hausbesitzer genau, wann er spätestens nachtanken muss und kann die Preisschwankungen im Heizölmarkt optimal nutzen. 

Wie kommt die Heizung ins Netz?

Voraussetzung zur Nutzung dieser Technologie ist, dass sich die Heizungssteuerung mit dem Internet verbinden lässt. In der Regel geschieht das über den hauseigenen Router. Die meisten neuen Heizgeräte verfügen standardmäßig über die erforderliche Technik oder können gegen einen geringen Aufpreis ergänzt werden. Auch ältere Bestandsanlagen lassen sich häufig ganz einfach nachrüsten. Ein Anruf beim Kundenservice des Heizgeräteherstellers gibt Gewissheit. Die erforderliche App wird dann einfach auf dem Smartphone, Tablet oder PC installiert und der Hausbesitzer greift über ein passwortgeschütztes Portal auf sein eigenes Heizgerät zu.

Kosten sparen

Wer möchte, kann auch dem Gerätehersteller oder seinem Heizungshandwerker für Wartungszwecke den Fernzugriff auf die Heizung gewähren. Bei Auffälligkeiten im laufenden Betrieb kann der Fachmann frühzeitig eingreifen und größeren Störungen oder Ausfällen gegebenenfalls vorbeugen. Auch differenzierte Einstellungen, die das Fachwissen eines Installateurs erfordern, können so mitunter aus der Ferne – also ohne zeit- und kostenintensive Anfahrt – vorgenommen werden. Und wenn doch ein Termin vor Ort nötig ist, hat der Handwerker die nötigen Ersatzteile schon dabei.