Weltleitmesse zeigt innovative Heiztechnik

Modern: Heizungskeller mit aktuellen Öl-Brennwertgeräten helfen nicht nur ihren Eigentümern, eine Menge Energiekosten zu sparen. Die neue Heizung nimmt auch lange nicht mehr so viel Platz weg wie veraltete Vorgängermodelle. Foto: IWO

Kompakt, hochwertig und vernetzt

Warmes Wasser und eine warme Wohnung – die Hauptaufgaben einer Heizungsanlage. Doch moderne Systeme können mehr – das wurde jetzt bei der Branchenmesse ISH in Frankfurt am Main deutlich. Erneuerbare Energien und zunehmende Digitalisierung sind zwei Wege, die die heutige Heiztechnik in die Zukunft führen sollen. Das gilt auch für moderne Ölheizungen: Bei rund 94 Prozent der 2018 in Deutschland verkauften Ölheizungen handelt es sich um Brennwertgeräte. Nach Angaben des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) sparen Hausbesitzer, die sich für diese Technik entscheiden, dadurch bis zu 30 Prozent Brennstoff im Vergleich zu älteren Ölheizungen – bei der Kombination mit erneuerbaren Energien sogar noch mehr.

Neue Entwicklungen im Bereich der Heiztechnik betreffen vor allem das Design, die Kommunikationsfähigkeit und die Kombination mit erneuerbaren Energien. Doch auch technisch gibt es weitere Innovationen und Verbesserungen. Neben vergleichsweise neuen Technologien wie Strom-Wärmepumpen und Brennstoffzellen, betrifft das auch bewährte Heizsysteme wie die Öl-Brennwerttechnik. Kompakte Bauformen, wertige Oberflächen und reduzierte Bedienelemente belegen, dass Ölheizungen durch modernes Design überzeugen können. Davon profitieren Verbraucher vor allem, wenn das Gerät im Hauswirtschaftsraum steht oder der Heizungskeller noch anderweitig genutzt wird. Immer wichtiger wird zudem die Digitalisierung, also die Einbindung der Heizungsanlage ins sogenannte „Smart Home“ (Intelligentes Heim) und die technische Kommunikationsfähigkeiten der Anlage, die künftig Bedienung, Wartung und Reparatur erleichtern. Auch sprachgesteuerte Geräte waren auf der Messe zu sehen.

Heizen der Zukunft: digital und hybrid

Neben der Digitalisierung ist die Hybridisierung, also die Verknüpfung verschiedener Energiequellen, ein ganz großer Trend. Zu den Innovationen der ISH 2019 zählte zum Beispiel der Prototyp einer Öl-Absorptionswärmepumpe, die für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern vorgesehen ist. Sie reduziert Energieverbrauch und CO2-Emissionen um rund die Hälfte im Vergleich zu einem älteren Ölkessel. Die Öl-Absorptionswärmepumpe könnte in naher Zukunft für den Markt zur Verfügung stehen.

Die ISH in Frankfurt am Main ist die weltweite Leitmesse für Wasser, Wärme und Klima. Sie wird alle zwei Jahre ausgerichtet. 2019 zog die ISH insgesamt 190.000 Besucher an. Mehr Informationen zum effizienten Heizen mit Öl-Brennwerttechnik unter www.zukunftsheizen.de.