Menschen im ländlichen Raum droht Diskriminierung

IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Foto: IWO

Klimaschutz im Gebäudebereich: Studie im Auftrag des BMU

Eine am 25. Mai vorgestellte Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums befasst sich mit der Konjunktur- und Klimapolitik in und nach der Corona-Krise. Die darin zum Gebäudebereich enthaltenen Vorschläge würden den im vergangenen Herbst vom Klimakabinett beschlossenen Kompromiss aufkündigen. „Die Studie ‚Sozial-ökologisch ausgerichtete Konjunkturpolitik in und nach der Corona-Krise‘ enthält Empfehlungen, die nicht nur den Ansatz der Technologieoffenheit metertief begraben sollen, sondern vor allem auch realitätsfremd sind und ungerecht wären“, kritisiert Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). „Während sich viele Menschen aktuell Sorgen um ihre berufliche und finanzielle Zukunft machen, werden in diesem Papier Forderungen erhoben, die Millionen Hauseigentümer im ländlichen Raum diskriminieren würden.“

Die Studie schlägt unter anderem vor, den bisherigen Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz zu verschärfen und fordert einen Ausstiegspfad für Ölheizungen. „So werden viele Menschen weiter verunsichert. Statt Ausstiegspfade benötigen wir vielmehr Einstiegspfade für die Verwendung CO2-reduzierter Brennstoffe. So könnten auch heute ölbeheizte Gebäude die Klimaziele schrittweise erreichen – und dies oftmals zu geringeren Kosten“, erklärt Willig. Denn keineswegs jedes Gebäude lasse sich ohne weiteres sofort auf eine rein erneuerbare Wärmeversorgung umstellen.

Auch ölbeheizte Gebäude haben eine klimaneutrale Perspektive. Grafik: IWO

„Geht es nach der BMU-Studie sollen jedoch selbst Eigentümer, die erneuerbare Energien in eine Öl-Hybridheizung einkoppeln wollen, bei der Fördermittelvergabe künftig leer ausgehen“, berichtet Willig. „Dass der Einbau einer Solarthermie-Anlage nicht mehr, wie derzeit, gefördert werden soll, ist völlig unverständlich. Wichtig ist die konkrete Treibhausgaseinsparung. Wer offenbar meint, zwischen ‚guter‘ und ‚schlechter‘ CO2-Reduktion unterscheiden zu müssen, handelt ideologisch, und nicht im Sinne einer nachhaltigen Klimaschutzpolitik.“ Es bestehe die Gefahr, dass Hauseigentümer angesichts solcher Vorschläge eher in Attentismus verharren, als in eine energetische Modernisierung zu investieren.

„Der vom Klimakabinett ausgehandelte Kompromiss und die gerade erst zu Jahresbeginn gestarteten Förderprogramme sollten erst einmal ihre Wirkung entfalten können“, betont Willig. „Die Politik wäre gut beraten, den Menschen beim Klimaschutz im Gebäudesektor zudem vielfältige Erfüllungsoptionen zu ermöglichen. Dazu sollten auch die Kombination von Öl-Brennwertheizungen mit zusätzlichen erneuerbaren Energien in Form eines Hybridsystems sowie der Einsatz CO2-reduzierten Heizöls gehören.“

IWO, 2020

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