15. Juli 2016

Heizung: Welches System ist am günstigsten?

welches Heizsystem soll es sein? Wer bei seinem bisherigen System bleibt, erreicht zumeist das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Wer Kosten vergleicht, kann dauerhaft sparen

Mit einer neuen Heizung kann der Energieverbrauch eines Hauses deutlich reduziert werden. Um auch Geld zu sparen, sollten Eigentümer genau prüfen, wie sie am besten vorgehen. 

Ist die Heizung älter als 20 Jahre, lohnt es sich, über einen Austausch nachzudenken. Dank effizienterer Technik lassen sich mit einer neuen Heizung  dauerhaft Brennstoffkosten und CO2-Emissionen senken. Die Einsparung durch ein modernes Brennwertgerät beträgt im Vergleich zu einem veralteten Standardkessel bis zu 30 Prozent. Durch die Einbindung von Solarthermie sinkt der Heizölverbrauch weiter. Doch welches Heizsystem soll es sein? Öl, Gas, Holzpellets oder eine Wärmepumpe? Eine Untersuchung des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) zeigt: Wer bei seinem bisherigen System bleibt, erreicht zumeist das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Für Besitzer einer alten Ölheizung ist es in der Regel am günstigsten, mit Öl-Brennwerttechnik zu modernisieren. Der Heizölbedarf sinkt dadurch um bis zu 30 Prozent.

Heizsysteme im Vergleich

Das IWO hat die Anschaffungskosten sowie die betriebs- und verbrauchsgebundenen Kosten für verschiedene Heizsysteme verglichen. Ausgangsbasis: Ein ölbeheiztes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Fläche. Dabei zeigt sich: Die Umstellung auf ein anderes Heizsystem würde die Eigentümer oftmals deutlich mehr als eine neue Öl-Brennwertheizung kosten. So liegen die Investitionskosten für die Modernisierung mit Öl-Brennwerttechnik im Falle des Beispielhauses bei insgesamt 9.500 Euro, die laufenden Kosten bei 1.900 Euro pro Jahr. Wer bei der Modernisierung zusätzlich zum Öl-Brennwertkessel eine Solaranlage für die Trinkwasserbereitung einbauen lässt, muss mit Investitionskosten von 13.200 Euro und laufenden Kosten von 1.750 Euro rechnen. Eine Systemumstellung auf Gas-Brennwerttechnik inklusive Solaranlage zur Trinkwasserbereitung schlägt dagegen im Beispielsfall mit 15.150 Euro zu Buche, bei laufenden Kosten von 2.050 Euro. Der Wechsel zu einer Strom-Wärmepumpe kostet einmalig etwa 20.850 Euro bei laufenden Kosten von 2.150 Euro. Noch teurer ist die Umstellung auf eine Holzpelletheizung. 

Neue Ölheizung besonders preiswert

„Bei der energetischen Modernisierung ist jedes Haus individuell zu betrachten. Unsere Untersuchung bietet aber eine gute Richtschnur“, erklärt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. „Grundsätzlich können wir feststellen, dass es gerade für Besitzer einer Ölheizung günstig ist, bei dem bestehenden System zu bleiben. Wer etwas mehr Geld investieren möchte, sollte die Ergänzung der Öl-Brennwertheizung mit einer Solaranlage in Betracht ziehen.“ Mehr Informationen, auch zu Fördermöglichkeiten bei der Heizungsmodernisierung, unter www.zukunftsheizen.de.

IWO, 2016