IWO fordert: E-Fuels-Einsatz weiter denken!

IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. Bild: IWO

Neue Agora-Studie zu strombasierten synthetischen Brennstoffen

Die heute vorgestellte Studie „Die zukünftigen Kosten strombasierter synthetischer Brennstoffe“ der Thinktanks Agora Energiewende und Agora Verkehrswende zeigt in die richtige Richtung, unterschätzt aber die Möglichkeiten, die solche E-Fuels insbesondere auch im Gebäudebereich bieten. Darauf weist das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) hin.

„Wir begrüßen es sehr, dass die Studie den Beitrag von E-Fuels zur Erreichung der Klimaziele anerkennt. Positiv ist auch die Erkenntnis, dass durch Skaleneffekte und Technologiefortschritte die Herstellkosten für E-Fuels deutlich sinken werden“, erklärt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. „Auch wenn Strom im Wärmemarkt zukünftig eine größere Rolle spielen wird, sind dort allerdings aufgrund technischer Restriktionen und Akzeptanzproblemen weiterhin auch andere Optionen notwendig. Dabei könnten E-Fuels allerdings eine noch größere Rolle spielen als von den Studienautoren betrachtet.“

„Die entscheidende Frage ist aber nach wie vor, wie wir zu einem klimaneutralen Gebäudebestand kommen.“ Dies funktioniere am besten in drei Schritten: Effizienzsteigerung, der verstärkten Kombination mit erneuerbaren Energien und dem Einsatz treibhausgasreduzierter und langfristig treibhausgasneutraler Brennstoffe wie E-Fuels. „Statt nach dem Top-down-Prinzip festlegen zu wollen, in welchen Tank zukünftig E-Fuels eingefüllt werden dürfen, sollten für die Erreichung der Klimaziele die Innovationskräfte des Marktes genutzt werden“, so Willig. „Wichtig ist zudem, dass dieser Markt nicht von vornherein beschnitten wird, damit Skaleneffekte bei der Produktion neuer Brennstoffe bestmöglich genutzt werden können.“ Die Einschätzung des IWO wird im Grundsatz auch vom kürzlich veröffentlichten Zwischenfazit einer Leitstudie der Deutschen Energie-Agentur (dena) gestützt. Es zeigt, dass bei der Umsetzung der Klimaziele ein breiter Technologiemix deutlich günstiger wäre als Szenarien, die einen hohen Grad an Elektrifizierung vorsehen.

IWO, 2018