Planung einer Solaranlage zur Unterstützung der Ölheizung

Wie viel Kollektorfläche ist zur Unterstützung einer Ölheizung nötig?

Die Planung und Auslegung einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung richtet sich nach dem täglichen Warmwasserverbrauch: Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht 120 bis 160 Liter am Tag. Fünf bis sechs Quadratmeter Kollektorfläche sind hierfür ausreichend.

Auch die Kollektorfläche einer Solaranlage für die Heizungsunterstützung lässt sich einfach planen: Pro zehn Quadratmeter beheizter Wohnfläche sollte ein Quadratmeter Kollektorfläche eingeplant werden. Das ergibt bei einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern eine 15 Quadratmeter große Kollektorfläche.

Die Anlagenplanung sollte sich immer an einer zielgerechten Nutzung orientieren, etwa dem tatsächlichen Warmwasserbedarf der Bewohner. Denn eine größere Kollektorfläche führt nicht zu einem größeren Ertrag, wenn die gewonnene Energie nicht auch genutzt wird.

Was ist bei Ausrichtung und Neigung zu beachten?

Solarkollektoren werden meist auf dem Dach montiert. Alternativ kann eine Ständerkonstruktion aufgestellt werden. Die Ausrichtung und Neigung des Solarkollektors hat nicht so großen Einfluss auf den Wirkungsgrad der Anlage, wie oftmals angenommen. Optimal ist die Ausrichtung der Kollektoren nach Süden mit einem Neigungswinkel von 30 bis 45 Grad. Eine Ausrichtung beispielsweise nach Süd-West und eine Neigung von 30 Grad verringern den solaren Ertrag jedoch nur um etwa fünf Prozent. Dieser Verlust kann durch zusätzliche Kollektorfläche kompensiert werden.

Moderne Solar-Flachkollektoren erreichen Wirkungsgrade bis zu 50 bis 70 Prozent. Der Anteil einer solchen Anlage an der Warmwasser-Bereitstellung liegt über das Jahr zwischen 50 und 60 Prozent, was etwa 14 Prozent des Heizenergiebedarfs entspricht.

Der Wirkungsgrad einer Solaranlage ist abhängig von ihrer Ausrichtung und Neigung. Quelle: Viessmann