Power-to-Heat: Stromüberschüsse sinnvoll einsetzen

Power-to-Heat bedeutet, Strom in Wärme umzuwandeln. Und das geht so: Wenn Windkraft- und Photovoltaikanlagen mehr Strom produzieren als nachgefragt wird, kann das die Netzstabilität beeinträchtigen und die Erzeuger von erneuerbarem Strom müssen abgeschaltet werden. Statt die Ökostrom-Produktion zu drosseln, könnte der erneuerbare Strom aber in Haushalten für die Wärmeversorgung genutzt werden – und somit fossile Wärmeenergieträger zumindest zeitweise ersetzen.

IWO untersucht aktuell verschiedene Wege, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien in der Wärmeversorgung zu nutzen.

Wie funktioniert Power-to-Heat?

Die Grundidee von Power-to-Heat in modernen Ölheizungen basiert auf einem einfachen Prinzip: Eine Hybridheizung, die Heizöl bereits mit erneuerbaren Energiequellen wie Solar oder Holz kombiniert, wird um ein elektrisches Heizelement wie einen Heizstab oder eine Wärmepumpe ergänzt. Dieses Heizelement nutzt den Strom aus erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung.

Dabei muss der Strom in der Regel nicht über lange Leitungswege und mit hohen Verlusten transportiert werden: Windkraftanlagen etwa stehen häufig in ländlichen Regionen, in denen auch Öl-Hybridheizungen verbreitet sind. Und eine hauseigenen Photovoltaik-Anlage produziert den Strom ja sogar am gleichen Ort.

Wo können Power-to-Heat-Anlagen heute sinnvoll betrieben werden?

Heute ist PtH vor allem in Gegenden sinnvoll, in denen viel Wind- oder Solarstrom erzeugt wird. Denn wenn der Wind zu stark weht, müssen Windräder gedrosselt oder abgeschaltet werden, um Schäden im Stromversorgungssystem zu verhindern. Das wird wohl auch noch eine ganze Weile so bleiben, denn der vorgesehene Netzausbau kommt sehr viel langsamer voran als geplant. Für das Zwangsabschalten von Windrädern werden deren Betreiber aber entschädigt und die Kosten dafür werden auf alle Stromkunden umgelegt. 

Aber auch mit voll ausgebauten Netzen gibt es gute Gründe für das Einbinden erneuerbaren Stroms in PtH-fähige Öl-Hybridheizungen:

Um die angestrebten hohen Anteile erneuerbaren Stroms im Jahresdurchschnitt erreichen zu können, muss der Wind- und PV-Kraftwerkspark Deutschlands ausreichend groß dimensioniert werden. Eine solche Dimensionierung führt aber an Tagen mit guten Wind- oder Sonnenangebot automatisch zu einem Überangebot an erneuerbarem Strom – auch bei perfekten Netzen. Ein solches Überangebot kann also auch in Zukunft für die Wärmeversorgung genutzt werden.

Grundsätzlich kann der Strom für PtH auch aus anderen Quellen oder Märkten stammen: negative Regelenergie aus dem Strom-Regelenergiemarkt oder Überschüsse aus einer hauseigenen Photovoltaikanlage.

Künftig entstehen voraussichtlich immer mehr Zeiten, in denen es sich rechnet, erneuerbar erzeugten Strom für die Wärmeversorgung zu nutzen. Denn die Einspeisevergütungen für selbst erzeugten Photovoltaik (PV)-Strom laufen irgendwann aus und möglicherweise gibt es in Zukunft auch für Verbraucher variable Strompreise. Außerdem macht das Heizen mit dem Strom aus der eigenen PV-Anlage unabhängiger vom Energieversorger. Diese Autarkie schätzen immer mehr Kunden.

Studien belegen: Power-to-Heat sinnvoll

Hybridsysteme auf Heizölbasis eröffnen eine gute Möglichkeit, ansonsten abgeregelten Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen zum Heizen zu nutzen – ganz im Sinne der politisch gewollten Sektorkopplung von Strom- und Wärmemarkt. Dass Power-to-Heat in Hybridheizungen grundsätzlich sinnvoll ist, haben diverse Studien bereits belegt.

Studienergebnisse zu Power-to-Heat

Die Vorteile von Power-to-Heat im Überblick

Integration erneuerbarer Energien

Power-to-Heat ermöglicht es Hausbesitzern, komfortabel erneuerbare Energien zu nutzen. Wenn Wind- oder Solarstrom günstig zur Verfügung stehen, werden sie eingebunden. Wenn nicht, springt die Ölheizung ein.

Stabilisierung der Stromversorgung

Unsere Stromversorgung ist auf ein permanentes Gleichgewicht von Stromproduktion und -verbrauch angewiesen. An windigen Tagen müssen daher oftmals Windräder gedrosselt werden, um die Stabilität des Systems nicht zu gefährden. Mit Power-to-Heat könnte dieser heute nicht produzierte Strom erzeugt, an Haushalte verteilt und dort sinnvoll zur Wärmeversorgung genutzt werden.

Einsparung fossiler Brennstoffe im Wärmemarkt

Wenn ansonsten abgeregelter erneuerbarer Strom zur Verfügung steht, wird er von den Power-to-Heat-Heizungen aufgenommen und als Wärme gespeichert. Wenn später beispielsweise jemand duschen möchte, muss das benötigte Wasser nicht mithilfe der Ölheizung erwärmt werden, sondern es ist bereits vorrätig.

Keine Reservekraftwerke notwendig

Damit monovalente Strom-Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen auch arbeiten können, wenn kein erneuerbar erzeugter Strom verfügbar ist, müssen – meist fossile – Reservekraftwerke bereit gehalten werden. Das verursacht hohe Kosten, die auf alle Stromkunden verteilt werden. Power-to-Heat-fähige Hybridheizungen auf Heizölbasis erzeugen diesen zusätzlichen Reserve-Strombedarf nicht: Sie können quasi jederzeit und unbegrenzt ohne Strom auskommen, da Heizöl als Reserve-Energie vor Ort im eigenen Tank gelagert wird.

Geringe Mehrkosten im Rahmen der Heizungsmodernisierung

Die für Power-to-Heat notwendige Technik ist überschaubar und könnte künftig im Rahmen einer Heizungsmodernisierung einfach und vergleichsweise kostengünstig installiert werden: Ein etwas größerer Wärmespeicher und ein dazu passender Elektro-Heizstab verursachen im Vergleich zur einfachen Heizungsmodernisierung rund 2.000 Euro Mehrkosten. IWO-Projektleiter Christian Halper betont: „Wenn es nun noch gelingt, die erforderliche Kommunikationstechnik kostengünstig ab Werk in die Heiztechnik zu integrieren und der Gesetzgeber die Nutzung ansonsten abgeregelten erneuerbaren Stroms für Power-to-Heat ermöglicht, ist dieses Konzept marktfähig.“  

Unsere Praxis-Beispiele zeigen: Power-to-Heat funktioniert!

Die Grundidee von Power-to-Heat, ansonsten abgeregelten Strom in Hybridheizungen zu nutzen, klingt bestechend. Um die Praxistauglichkeit zu überprüfen, hat IWO im Frühjahr 2014 einen Reihe von Feldtests mit realen Anlagen gestartet. Die Ergebnisse sind vielversprechend.

Power-to-Heat im Praxistest in Berlin: positive Bilanz

Die PtH-Pilotanlage des Einfamilienhauses in Berlin-Spandau wandelt Strom in Wärme um und nutzt ihn für Heizung und Trinkwassererwärmung. Hier wird getestet, welche Ergebnisse sich durch die Teilnahme am Stromregelenergiemarkt erzielen lassen. Die Ansteuerung der Anlage erfolgt dabei vollautomatisch über das virtuelle Kraftwerk eines am Regelenergiemarkt tätigen Stromhändlers. 
Zur ausführlichen Objekt-Dokumentation

  • Das mehr als 40 Jahre alte Einfamilienhaus hatte einen viel zu hohen Energieverbrauch. Die Aussicht, mit Öl-Brennwerttechnik und erneuerbaren Energien eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Einheit zu schaffen, motivierte den Hausbesitzer, zu handeln. 

     

    Das mehr als 40 Jahre alte Einfamilienhaus hatte einen viel zu hohen Energieverbrauch. Die Aussicht, mit Öl-Brennwerttechnik und erneuerbaren Energien eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Einheit zu schaffen, motivierte den Hausbesitzer, zu handeln. 

     

  • Das 1972 errichtete Einfamilienhaus wurde vor der Modernisierung von einer 17 Jahre alten Ölheizung mit 22 kW Leistung versorgt. Jetzt steht ein modernes Öl-Brennwertgerät im Keller, das mit einem Nutzungsgrad von bis zu 99 Prozent maximale Effizienz ermöglicht. Mit seinem Modulationsbereich von 35 bis 100 Prozent bietet das Gerät eine Nennwärmeleistung von 5 bis 15 kW und ist damit ideal für Modernisierungen und Gebäude mit niedrigem Wärmebedarf geeignet.

     

    Das 1972 errichtete Einfamilienhaus wurde vor der Modernisierung von einer 17 Jahre alten Ölheizung mit 22 kW Leistung versorgt. Jetzt steht ein modernes Öl-Brennwertgerät im Keller, das mit einem Nutzungsgrad von bis zu 99 Prozent maximale Effizienz ermöglicht. Mit seinem Modulationsbereich von 35 bis 100 Prozent bietet das Gerät eine Nennwärmeleistung von 5 bis 15 kW und ist damit ideal für Modernisierungen und Gebäude mit niedrigem Wärmebedarf geeignet.

     

  • Im Heizungspufferspeicher wird die Wärme aus den verschiedenen Energiequellen für Warmwasser und Heizung gespeichert. Das Speichervolumen beträgt 500 Liter. Die Warmwasserbereitung erfolgt im Durchflussverfahren über eine Frischwasserstation (Platten-Wärmeüberträger).

     

    Im Heizungspufferspeicher wird die Wärme aus den verschiedenen Energiequellen für Warmwasser und Heizung gespeichert. Das Speichervolumen beträgt 500 Liter. Die Warmwasserbereitung erfolgt im Durchflussverfahren über eine Frischwasserstation (Platten-Wärmeüberträger).

     

  • Die aus 24 Solarmodulen zusammengesetzte Photovoltaikanlage verfügt über eine Gesamtfläche von rund 39 Quadratmetern. Sie ist nach Süden ausgerichtet, bei einer Dachneigung von 40 Grad. Die Peak-Leistung liegt bei 6,4 kWp. Das Einspeise-Management der Solarstromanlage optimiert den Eigenverbrauch. Ist das Optimierungspotenzial der normalen Haushaltsstromverbraucher (z. B. Wäschetrockner) erschöpft, kann auch ein 2-kW-Elektroheizstab im Wärmespeicher aktiviert werden.

     

    Die aus 24 Solarmodulen zusammengesetzte Photovoltaikanlage verfügt über eine Gesamtfläche von rund 39 Quadratmetern. Sie ist nach Süden ausgerichtet, bei einer Dachneigung von 40 Grad. Die Peak-Leistung liegt bei 6,4 kWp. Das Einspeise-Management der Solarstromanlage optimiert den Eigenverbrauch. Ist das Optimierungspotenzial der normalen Haushaltsstromverbraucher (z. B. Wäschetrockner) erschöpft, kann auch ein 2-kW-Elektroheizstab im Wärmespeicher aktiviert werden.

     

  • Eine elektrische Heizeinrichtung mit 9 kW wurde wie ein Heizkessel über eine eigene Umwälzpumpe mit dem Pufferspeicher verbunden. Die Ansteuerung erfolgt über eine separate Kommunikationsbox, auf die die Leitwarte des Regelenergiepools des Stromhändlers Energy-2market GmbH (e2m) zugreifen kann. Die Heizeinrichtung des Pilotobjekts nutzt dadurch nur dann Strom aus dem Netz, wenn dort gerade zu viel vorhanden ist und die Annahme dieses Stroms über den Regelenergiemarkt eine attraktive finanzielle Vergütung erfährt.

     

    Eine elektrische Heizeinrichtung mit 9 kW wurde wie ein Heizkessel über eine eigene Umwälzpumpe mit dem Pufferspeicher verbunden. Die Ansteuerung erfolgt über eine separate Kommunikationsbox, auf die die Leitwarte des Regelenergiepools des Stromhändlers Energy-2market GmbH (e2m) zugreifen kann. Die Heizeinrichtung des Pilotobjekts nutzt dadurch nur dann Strom aus dem Netz, wenn dort gerade zu viel vorhanden ist und die Annahme dieses Stroms über den Regelenergiemarkt eine attraktive finanzielle Vergütung erfährt.

     

  • Die Außenwanddämmung des Gebäudes wurde aus ökonomischen Gründen auf die Giebelseiten beschränkt. Sie erfolgte mit 14 cm dicken Polystyrolplatten. Im Dach wurde bereits im Jahr 2010 die Dämmung der Dachschrägen mit 20 cm Klemmfilz verbessert und es erfolgte ein Austausch der Dachflächenfenster. Die oberste Geschossdecke wurde Anfang 2014 mit 20 Zentimeter Isofloc versehen.

     

    Die Außenwanddämmung des Gebäudes wurde aus ökonomischen Gründen auf die Giebelseiten beschränkt. Sie erfolgte mit 14 cm dicken Polystyrolplatten. Im Dach wurde bereits im Jahr 2010 die Dämmung der Dachschrägen mit 20 cm Klemmfilz verbessert und es erfolgte ein Austausch der Dachflächenfenster. Die oberste Geschossdecke wurde Anfang 2014 mit 20 Zentimeter Isofloc versehen.

     

Power-to-Heat-Feldanlage in einer Doppelhaushälfte in Remscheid

Die Wärmeversorgung der Doppelhaushälfte in Remscheid wurde um eine elektrische Heizeinrichtung sowie spezielle Kommunikationstechnik ergänzt. Immer wenn an stürmischen Tagen Windenergieanlagen gedrosselt oder abgeschaltet werden müssten, weil die erneuerbare Stromproduktion die aktuelle Stromnachfrage übersteigt, können die Hausbesitzer die elektrische Heizeinrichtung aktivieren und ansonsten nicht produzierten, erneuerbaren Strom zur Wärmeversorgung nutzen.

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  • Eine mit 2/10 kW ansteuerbare elektrische Heizeinrichtung wurde über eine Umwälzpumpe mit den vorhandenen Heizungspufferspeichern verbunden. Ein thermisches Mischventil im Ladekreislauf stellt sicher, dass die Temperaturschichtung im Wärmespeicher jederzeit erhalten bleibt. Die Heizeinrichtung wird über eine Kommunikationsbox angesteuert, auf die die Leitwarte des Regelenergiepools eines Stromhändlers zugreifen kann. Die Heizeinrichtung des Hauses nutzt nur dann Strom aus dem Netz, wenn dieser finanziell vergütet wird.

     

    Eine mit 2/10 kW ansteuerbare elektrische Heizeinrichtung wurde über eine Umwälzpumpe mit den vorhandenen Heizungspufferspeichern verbunden. Ein thermisches Mischventil im Ladekreislauf stellt sicher, dass die Temperaturschichtung im Wärmespeicher jederzeit erhalten bleibt. Die Heizeinrichtung wird über eine Kommunikationsbox angesteuert, auf die die Leitwarte des Regelenergiepools eines Stromhändlers zugreifen kann. Die Heizeinrichtung des Hauses nutzt nur dann Strom aus dem Netz, wenn dieser finanziell vergütet wird.

     

  • Die Doppelhaushälfte wird von einem modernen, zweistufigen Öl-Brennwertgerät mit 10/15 kW versorgt. Dieses ermöglicht mit einem Nutzungsgrad von bis zu 99 Prozent maximale Effizienz. Im Gegensatz zu ausschließlich mit Strom betriebenen Heizsystemen ist es möglich, auch über einen quasi unbegrenzt langen Zeitraum auf Strom als Wärmequelle zu verzichten.

     

    Die Doppelhaushälfte wird von einem modernen, zweistufigen Öl-Brennwertgerät mit 10/15 kW versorgt. Dieses ermöglicht mit einem Nutzungsgrad von bis zu 99 Prozent maximale Effizienz. Im Gegensatz zu ausschließlich mit Strom betriebenen Heizsystemen ist es möglich, auch über einen quasi unbegrenzt langen Zeitraum auf Strom als Wärmequelle zu verzichten.

     

  • Die Photovoltaik-Anlage verfügt über eine Peak-Leistung von 3,5 kWp, der jährliche Solarstromertrag wird voraussichtlich bei etwa 3.500 kWhel liegen. Das Einspeisemanagement der Solarstromanlage kann den Eigenverbrauch optimieren. Auf Wunsch können ansonsten ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Solarstrommengen mit der elektrischen Heizeinrichtung in Wärme für Heizung und Trinkwassererwärmung umgewandelt und im Wärmespeicher der Heizungsanlage zwischengespeichert werden.

     

    Die Photovoltaik-Anlage verfügt über eine Peak-Leistung von 3,5 kWp, der jährliche Solarstromertrag wird voraussichtlich bei etwa 3.500 kWhel liegen. Das Einspeisemanagement der Solarstromanlage kann den Eigenverbrauch optimieren. Auf Wunsch können ansonsten ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Solarstrommengen mit der elektrischen Heizeinrichtung in Wärme für Heizung und Trinkwassererwärmung umgewandelt und im Wärmespeicher der Heizungsanlage zwischengespeichert werden.

     

  • Die Warmwasserbereitung erfolgt besonders hygienisch im Durchflussverfahren über eine außen am 500-Liter-Wärmespeicher angebrachte Frischwasserstation (Platten-Wärmeübertrager).

     

    Die Warmwasserbereitung erfolgt besonders hygienisch im Durchflussverfahren über eine außen am 500-Liter-Wärmespeicher angebrachte Frischwasserstation (Platten-Wärmeübertrager).

     

  • Durch die Integration von Solarwärme, eigener Solarstromüberschüsse und Strom aus dem Regelenergiemarkt reduziert sich der Heizölverbrauch. Spezielle Additive in Premiumheizölen sichern eine hohe Brennstoffgüte und einen zuverlässigen Betrieb auch bei längerer Lagerdauer des Tankvorrats.

     

    Durch die Integration von Solarwärme, eigener Solarstromüberschüsse und Strom aus dem Regelenergiemarkt reduziert sich der Heizölverbrauch. Spezielle Additive in Premiumheizölen sichern eine hohe Brennstoffgüte und einen zuverlässigen Betrieb auch bei längerer Lagerdauer des Tankvorrats.

     

Power-to-Heat an der Ostsee: Beispielanlage in Zweifamilienhaus in Bastorf

Auch an der Mecklenburger Ostseeküste testet IWO die Praxistauglichkeitdes Power-to-Heat-Konzeptes. Dazu wurde die Wärmeversorgung dieses Zweifamilienhauses modernisiert und umKommunikationstechnikundelektrische Heizeinrichtungergänzt. Wenn die Ostsee-Windräder an stürmischen Tagen mehr Strom produzieren als vorhergesagt, kann die elektrische Heizeinrichtung vom Übertragungsnetz-Betreiber bzw. Regelenergieanbieter aktiviert werden. Sie nimmt sonst nicht produzierten erneuerbaren Strom auf und nutzt ihn zur Wärmeversorgung.
Zur ausführlichen Objekt-Dokumentation

  • Um den Energieverbrauch zu drosseln, beschlossen die Besitzer, das 1902 errichtete Gebäude zu sanieren. Nach der Heizungserneuerung, den Dämmmaßnahmen und dem Austausch aller Fenster und Türen verringerte sich der Heizölverbrauch um rund drei Viertel.

     

    Um den Energieverbrauch zu drosseln, beschlossen die Besitzer, das 1902 errichtete Gebäude zu sanieren. Nach der Heizungserneuerung, den Dämmmaßnahmen und dem Austausch aller Fenster und Türen verringerte sich der Heizölverbrauch um rund drei Viertel.

     

  • Vor der Modernisierung sorgte eine Öl-Heizung mit 42 kW für Wärme. Jetzt steht ein modernes, zweistufiges Öl-Brennwertgerät mit 18/27 kW im Keller, das mit einem Nutzungsgrad von bis zu 98 Prozent maximale Effizienz ermöglicht. Die Ölheizung liefert immer dann Wärme an das Heizsystem, wenn die Solarthermieanlage oder die Power-to-Heat-Anlage keinen ausreichenden Beitrag leisten können. In zwei 600-Liter-Pufferspeichern wird die Wärme für Wasser oder Heizung gespeichert und bedarfsgerecht bereitgestellt.

     

    Vor der Modernisierung sorgte eine Öl-Heizung mit 42 kW für Wärme. Jetzt steht ein modernes, zweistufiges Öl-Brennwertgerät mit 18/27 kW im Keller, das mit einem Nutzungsgrad von bis zu 98 Prozent maximale Effizienz ermöglicht. Die Ölheizung liefert immer dann Wärme an das Heizsystem, wenn die Solarthermieanlage oder die Power-to-Heat-Anlage keinen ausreichenden Beitrag leisten können. In zwei 600-Liter-Pufferspeichern wird die Wärme für Wasser oder Heizung gespeichert und bedarfsgerecht bereitgestellt.

     

  • Die Röhrenkollektoren der Solarthermieanlage wurden auf dem flach geneigten Dach installiert. Durch Drehung der integrierten Absorber konnte die knapp 12 Quadratmeter große Anlage optimal ausgerichtet werden. So leistet auch die Sonne einen Beitrag zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung. Scheint die Sonne nicht in ausreichendem Maße, steht die moderne Ölheizung bereit und liefert jederzeit Wärme. Die Warmwasserbereitung erfolgt besonders hygienisch im Durchfluss-Verfahren über ein Frischwasserstation (Platten-Wärmeübertrager).

     

    Die Röhrenkollektoren der Solarthermieanlage wurden auf dem flach geneigten Dach installiert. Durch Drehung der integrierten Absorber konnte die knapp 12 Quadratmeter große Anlage optimal ausgerichtet werden. So leistet auch die Sonne einen Beitrag zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung. Scheint die Sonne nicht in ausreichendem Maße, steht die moderne Ölheizung bereit und liefert jederzeit Wärme. Die Warmwasserbereitung erfolgt besonders hygienisch im Durchfluss-Verfahren über ein Frischwasserstation (Platten-Wärmeübertrager).

     

  • Das Einspeisemanagement der Heizungsanlage kann den Solarstrom-Eigenverbrauch optimieren. Ansonsten ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Solarstrommengen können wattgenau in Wärme für Heizung und Trinkwasser gewandelt werden. Die Solarstrom-/Photovoltaik-Anlage mit 35 Modulen hat eine Fläche von 57,5 Quadratmetern, ist nach Süd-Süd-West ausgerichtet und mit 15 Grad Neigung aufgeständert. Die Peak-Leistung liegt bei 9,1 kWp, der jährliche Solarstromertrag wird voraussichtlich bei etwa 9.000 kWhel liegen. 

     

    Das Einspeisemanagement der Heizungsanlage kann den Solarstrom-Eigenverbrauch optimieren. Ansonsten ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Solarstrommengen können wattgenau in Wärme für Heizung und Trinkwasser gewandelt werden. Die Solarstrom-/Photovoltaik-Anlage mit 35 Modulen hat eine Fläche von 57,5 Quadratmetern, ist nach Süd-Süd-West ausgerichtet und mit 15 Grad Neigung aufgeständert. Die Peak-Leistung liegt bei 9,1 kWp, der jährliche Solarstromertrag wird voraussichtlich bei etwa 9.000 kWhel liegen. 

     

  • Eine stufenlos von 0,001 bis 13,5 Kilowatt regelbare elektrische Heizeinrichtung ist wie ein Heizkessel über eine Umwälzpumpe mit zwei Pufferspeichern verbunden. Im Ladekreislauf regelt ein thermisches Mischventil, dass die Temperaturschichtung der Wärmespeicher bleibt. Die Heizeinrichtung wird über eine Kommunikationsbox angesteuert, auf die der Regelenergiepool des Stromhändlers Energy2Market (e2m) zugreifen kann. Strom aus dem Netz wird nur genutzt, wenn es für einen Überschuss finanzielle Vergütung gibt.

     

    Eine stufenlos von 0,001 bis 13,5 Kilowatt regelbare elektrische Heizeinrichtung ist wie ein Heizkessel über eine Umwälzpumpe mit zwei Pufferspeichern verbunden. Im Ladekreislauf regelt ein thermisches Mischventil, dass die Temperaturschichtung der Wärmespeicher bleibt. Die Heizeinrichtung wird über eine Kommunikationsbox angesteuert, auf die der Regelenergiepool des Stromhändlers Energy2Market (e2m) zugreifen kann. Strom aus dem Netz wird nur genutzt, wenn es für einen Überschuss finanzielle Vergütung gibt.

     

  • Die neue Tankanlage mit vier 1.000-Liter-Batterietanks sorgt in dem Zweifamilienhaus für eine Reichweite von etwa anderthalb Jahren.

     

    Die neue Tankanlage mit vier 1.000-Liter-Batterietanks sorgt in dem Zweifamilienhaus für eine Reichweite von etwa anderthalb Jahren.