Wie heizen wir in Zukunft: Projekte und Studien des IWO

Status und Perspektiven flüssiger Energieträger in der Energiewende

Erste Ergebnisse der derzeit in Arbeit befindlichen Prognos-Studie im Auftrag von IWO, MEW Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland, Mineralölwirtschaftsverband (MWV) sowie UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen zeigen, dass die Klimaschutzziele nur mit CO2-neutralen flüssigen Kraft- und Brennstoffen („E-Fuels“) zu erreichen sind. Diese können künftig zu bezahlbaren Kosten produziert werden. Sie eignen sich für den Bestand der rund 63 Millionen Fahrzeuge und 5,6 Millionen Ölheizungen in Deutschland. 


Herstellung THG-reduzierter flüssiger Kraft- und Brennstoffe

Vielfach wird die Diskussion zur Reduzierung der Treibhausgas Emissionen (THG) auf die Forderung „Weg vom Öl“ verkürzt. Dabei werden auch in Zukunft für Flug-, Schiffs- und Schwerlastverkehr, Landwirtschaft, Chemie und netzunabhängige Wärme flüssige Energieträger benötigt. Wie und in welcher Art mit welchen THG-Minderungspotenzial das möglich sein wird, untersucht diese bei der Technischen Universität Bergakademie Freiberg erarbeitete Studie.


Power-to-Heat: Stromüberschüsse sinnvoll einsetzen

Windkraft- und Photovoltaikanlagen liefern je nach Wetterlage unterschiedliche Strommengen. Dies kann in Spitzenzeiten aufgrund einer zu geringen Nachfrage die Netzstabilität beeinträchtigen, sodass diese Erzeuger erneuerbaren Stroms abgeschaltet werden müssen, während in den Haushalten gleichzeitig fossile Energien zum Heizen genutzt werden. Im Rahmen des Projektes „Power-to-Heat in Hybridheizungen“ untersucht IWO, wie dieser überschüssige Strom in der Wärmeversorgung genutzt werden kann.

Dezentrale versus zentrale Wärmeversorgung im deutschen Wärmemarkt

Mit hohen Investitionen werden auf Bestreben der Bundesregierung Wärmenetze aufgebaut, deren Lebensdauer 40 bis 80 Jahre beträgt. Wie sinnvoll sind diese Wärmenetze? Haben sie angesichts der zwangsläufigen Wärmeverluste auf dem Weg von der Heizzentrale zu den angeschlossenen Gebäuden tatsächlich Vorteile gegenüber anderen modernen Heizsystemen? Und wenn ja, unter welchen Randbedingungen?

Kompakter Wärmeerzeuger

Im Portfolio der Öl-Brennwerttechnik fehlt bislang ein kompaktes Gerät für den Einsatz im kleinen Leistungsbereich. Sowohl in modernen Gebäuden mit einem vergleichsweise geringen Wärmebedarf als auch in Hybridsystemen, die mehrere Energieträger miteinander kombinieren, besteht Bedarf an einem solchen Heizgerät. Diese Lücke soll mit der Vorentwicklungsstudie eines kompakten Wärmeerzeugers mit einer modulierenden Leistung von 1,5 bis 13 Kilowatt geschlossen werden.

Aktion Energie-Gewinner

Was können Hausbesitzer sparen, wenn sie ihr Gebäude energetisch sanieren? Durch eine neue Heizungsanlage, die Dämmung von Wänden, den Austausch der Fenster – oder eine Kombination der unterschiedlichen Maßnahmen? Dieser Frage ging IWO im Projekt Aktion Energie-Gewinner nach. Ziel war es, anhand echter Praxisbeispiele Energieeinsparung und Investition für Vollsanierungen und Einzelmaßnahmen zu erheben und zu dokumentieren.

Umverteilung im Wärmemarkt

Wie sinnvoll ist eine Öko-Umlage auf Heizöl und Erdgas zur Förderung der energetischen Sanierung und erneuerbarer Energien im Gebäudebereich?  Mit dieser Frage beschäftigt sich das Gutachten, dass das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) 2013 im Auftrag des IWO und weiterer Verbände erstellt hat.

Energetische Gebäudesanierung

Bis 2050 sollen in Deutschland 80 Prozent Primärenergie eingespart werden. Wie, das ist derzeit noch offen. Für die Umsetzung energetischer Ziele im Gebäudesektor stehen zwei grundsätzlich unterschiedliche Ansätze zur Verfügung: Ein technologieoffener Regulierungsansatz, in dem die Immobilieneigentümer in der Art der Energieeinsparmaßnahmen frei sind, solange die Energieeinspar-Ziele erreicht werden. Und ein technologiegebundener Regulierungsansatz, bei dem der Gesetzgeber den Eigentümern die Art und den Zeitpunkt der Energieeinspar-Maßnahmen vorschreibt.

Feinstaubemissionen

Die Feinstaubbelastung in unserer Luft nimmt zu. Ein Teil davon wird durch das Heizen verursacht. Aber die unterschiedlichen Heizsysteme produzieren sehr unterschiedliche Mengen an Feinstaub. Darum geht es in dieser Studie der Universität Stuttgart: Wieviel Feinstaub produzieren die unterschiedlichen Heizsysteme? Wie stehen Ölheizungen im Vergleich zu Gas- oder Pelletheizungen da? Und wie unterscheiden sich die verschiedenen Heizölqualitäten in Bezug auf die Feinstaubemissionen?

IWO-Ersatzstromversorgung für Ölheizungen

Zum Betrieb einer modernen Ölheizung ist immer elektrische Hilfsenergie nötig. Die Steuerung, Umwälzpumpen, die Brennerpumpe und weitere Bauelemente werden elektrisch angetrieben. Bei einem Stromausfall im öffentlichen Versorgungsnetz können Ölheizungen mit einer Ersatzstromversorgung weiter betrieben werden. IWO hat eine Möglichkeit dafür konzipiert und getestet.