Mikroalgen zu Kraftstoffen

Integration des Prozesses in bestehende Raffinerieinfrastuktur. Grafik: TU Bergakademie Freiberg, Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen

Konversion von Mikroalgen zu Kraftstoffen oder Kraftstoffkomponenten

In diesem Forschungsprojekt soll ein Raffinerieprozess zur Herstellung von drop-in-fähigen Kraftstoffen beziehungsweise Kraftstoffkomponenten aus Mikroalgenbiomasse entwickelt werden. Mikroalgen sind als nachwachsender Rohstoff sowohl für eine nachhaltige Energiewirtschaft als auch für die Herstellung von Chemieprodukten (zum Beispiel Farbstoff, mehrfach ungesättigte Fettsäuren) interessant.

Der in diesem Projekt angestrebte Weg sieht die Nutzung der gesamten, feuchten Algenbiomasse vor. Im ersten Schritt wird die Biomasse in ein schwerölartiges „Biocrude“ gewandelt. Die weitere Veredlung zu hochwertigen Kraftstoffen erfolgt durch hydrierende Verfahren, bei denen das Biocrude durch Zugabe von Wasserstoff aufgewertet wird. Diese Verfahren sind in Raffinerien bereits vorhanden, so dass die Weiterverarbeitung von Biocrude prinzipiell in bestehende Raffinerieprozesse integriert werden könnte. 

Das mild hydrierte Biocrude-Produkt soll grundsätzlich zur Weiterverarbeitung in einer Raffinerie geeignet sein und optimaler Weise vor der Rohöldestillation in den Raffinerieprozess eingespeist werden. Die Aufgabe besteht darin, die Bedingungen der einzelnen Verfahrensschritte im Produktionsprozess so aufeinander abzustimmen und zu optimieren, dass mit möglichst geringem Aufwand (wenig Prozessstufen, geringer Wasserstoffbedarf) und hoher Ausbeute ein rohölartiges Produkt hergestellt werden kann, das für eine weitere Verarbeitung in einer Erdölraffinerie zu Kraftstoffen beziehungsweise Kraftstoffkomponenten geeignet ist.

Projektname: Mikroalgen zu Kraftstoffen

Bundesland, Ort:

Sachsen, Freiberg

Rohstoff:
  • Algen
  • Wasserstoff (H2)
Produkt:
  • Bioöl/Biocrude
  • Substitut für die Raffinerie
Verfahren:
Technologie-Reifegrad (TRL):

3-4 (Biocrude aus Algen)
4-6 (Hydrierung von Biocrude)

Grundlagenforschung (TRL 1-4)
Anwendungsforschung (TRL 5-8)

Projektpartner:

Projektkoordinator:

  • TU Bergakademie Freiberg, Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen

 

Projektpartner:

  • TU Bergakademie Freiberg, Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen
  • BTU Cottbus – Senftenberg, Fakultät für Naturwissenschaften

 

 

Projektdauer:

Januar 2015 bis Januar 2018

Weiterführende Links:
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