Aufwind

Algenpark des Forschungszentrums Jülich

Im Algenpark des Forschungszentrums Jülich werden Mikroalgen in großen Schläuchen gezüchtet. Foto: Forschungszentrum Jülich GmbH

Algenproduktion und Umwandlung in Flugzeugtreibstoffe: Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Demonstration

Im Projekt AUFWIND wurden die technischen und die wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Herstellung von Algen und deren Umwandlung zu Biokerosin untersucht. Biokerosin könnte herkömmliches Kerosin, das auf der Basis von Erdöl hergestellt wird, als Flugzeugtreibstoff ersetzen. 

Im Forschungszentrum Jülich wurde im Projektverlauf ein "Algen Science Center" mit drei Bioreaktorsystemen zur Algenproduktion auf je 500 Quadratmetern Fläche in Betrieb genommen. Die Algen wachsen dort in sogenannten Fotobioreaktoren – durchsichtigen Schläuchen, Röhren oder Sieben – die sich platzsparend fast überall aufstellen lassen, sei es auf Industriebrachen oder auf anderen ungenutzten Flächen. Auf vergleichsweise kleiner Fläche können so große Mengen Algen produziert werden. Die winzigen Organismen vermehren sich sehr rasch und ihre Produktivität ist pro Fläche sieben- bis zehnmal so hoch wie die von Landpflanzen. Einige Algenarten enthalten bis zu 70 Prozent fette Öle, die die Basis für die Herstellung von Biokerosin sind.

Das Ziel von AUFWIND war, Erkenntnisse für die industrielle Großproduktion von Biomasse zu gewinnen und zu demonstrieren, wie eine nachhaltige Integration in ein Gesamtsystem zur Biokerosinproduktion aussehen könnte. Dazu bedarf es einer international wettbewerbsfähigen Nutzung der Algentechnologie für die Biokerosinherstellung in Deutschland. Weiteres Ziel war, eine ausreichende Effektivität im Gesamtprozess und damit eine vermarktungsfähige Preisgestaltung zu erreichen.

Projektname: Aufwind

Bundesland, Ort:

Nordrhein-Westfalen, Jülich

Rohstoffe:
  • Algen
  • Kohlenstoffdioxid (CO2)
Produkt:

Kerosin

Verfahren:

Anzucht und Konversion

Technologie-Reifegrad (TRL):

3-6

Grundlagenforschung (TRL 1-4)
Anwendungsforschung (TRL 5-8)

Projektpartner:

Projektkoordinator:

  • Forschungszentrum Jülich GmbH - Institut für Bio- und Geowissenschaften (IBG) - Pflanzenwissenschaften (IBG-2)

 

Projektpartner: 

  • EADS Deutschland
  • Deutsches BiomasseForschungsZentrum
  • Novagreen Projektmanagement GmbH
  • Phytolutions GmbH
  • Hochschule Lausitz (FH)
  • OMV Deutschland
  • Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule Aachen (RWTH)
  • Technische Universität München
  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
  • VERBIO Vereinigte BioEnergie AG
  • Verfahrenstechnik Schwedt
Projektdauer:

Juni 2013 bis August 2016

Details


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