Im Zeichen der Zukunft: Green Fuels als Green Deal-Perspektive für den Wärmemarkt

BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke

„Die Ölheizung hat ihren Platz“, so BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke.

IWO-Live-Stream bei der ISH digital

Live-Stream statt Live-Veranstaltung: Die ISH fand in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Situation ausschließlich digital statt. So begaben sich die Besucher aus aller Welt in die virtuelle Umgebung der Messe, besuchten Unternehmen und Stände, aber eben auch Veranstaltungen. Die flüssigen Brennstoffe für die Zukunft standen im Fokus des Live-Events „Green Fuels als Green Deal-Perspektive für den Wärmemarkt“, welches IWO im Rahmen des Technologie- und Energie-Forums des BDH gestaltete. Verschiedene Referentinnen und Referenten brachten dabei ihre Meinungen ein boten spannende Impulse und stellten Neuheiten vor. Einig waren sich jedoch alle: Nur mit flüssigen Energieträgern in Verbindung mit modernen Ölheizungen werden die Klimaziele zu erreichen sein.

„Die Energiewende darf keine Show sein“, machte Jörg Debus, Vorstandsvorsitzender des IWO, in seiner Begrüßung deutlich. 20 Millionen Menschen in Deutschland heizten mit Öl, und das müsse künftig klimaneutral geschehen, hob Debus hervor. Technologieoffenheit sei auch zukünftig wichtig. Dafür sei die Politik gefordert, denn: „Verbote bringen uns nicht vorwärts.“ Das bestätigte auch Andreas Lücke: „Die Ölheizung hat ihren Platz“, so der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Für viele Menschen sei der Umstieg auf ein anderes System aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht machbar. „Wir brauchen alternative Fuels für mehr Klimaschutz.“

Klimaneutralität bis 2050: Von der Herstellung bis zur Nutzung

Die Frage „Wie kann der Ölheizungsbestand die Klimaziele erreichen?“ beantwortete Christian Howe, Direktor Handels- und Verbrauchergeschäft, TOTAL Deutschland GmbH, und Mitglied des IWO-Vorstands in seiner Keynote und gab einen Einblick in die Zukunft: „TOTAL will bis 2050 klimaneutral sein. Und zwar von der Herstellung des Produktes bis zur Nutzung durch den Kunden.“ Dazu sei bereits die erste Bioraffinerie im Einsatz, eine zweite in Planung. IWO und die Branche setzen auf den Dreiklang aus Effizienz – also Modernisierung des Bestandes mit Brennwerttechnik, Hybridisierung durch die Einkopplung von erneuerbaren Energien und den Einsatz der Green Fuels. „Heizöl und Klimaziele müssen keinen Widerspruch bilden“, so Howe. Dafür seien die Kunden auch bereit, einen etwas höheren Preis zu zahlen, beispielsweise für treibhausgasreduziertes oder zu Beginn auch klimaneutral gestelltes Heizöl.

Roland Mensch, Leiter Technische Beratung bei der Max Weishaupt GmbH und Eurofuel-Präsident Dr. Ernst-Moritz Bellingen im digitalen Dialog

Green Deal ready: „Grünes Heizöl“ für Europa: Roland Mensch, Leiter Technische Beratung bei der Max Weishaupt GmbH und Eurofuel-Präsident Dr. Ernst-Moritz Bellingen im digitalen Dialog.

Green Fuels im Praxistest

Für rund 160 Haushalte mit Ölheizung in Europa hat die Zukunft bereits begonnen: Sie nehmen an einem zweijährigen Praxistest des europäischen Heizölverbandes Eurofuel und dem europäischen Verband der Heizgeräteindustrie, EHI, teil – und haben die Green Fuels bereits im Tank. Genutzt werden heute moderne Öl-Brennwertheizungen verschiedener Hersteller. Einer von ihnen ist die Max Weishaupt GmbH, die mit sechs von insgesamt 21 Anlagen in Deutschland am Test teilnimmt. „Die Ergebnisse nach der ersten Heizsaison sind durchweg positiv“, so Roland Mensch, Leiter Technische Beratung. Mit dem Praxistest kämen die neuen Brennstoffe einen Schritt weiter aus dem Labor heraus und rein in den Alltag. Eurofuel-Präsident Dr. Ernst-Moritz Bellingen ergänzte: „Die Ölheizungen sind fit für die Zukunft.“ Das soll künftig auch ein Label bestätigen, das Neugeräte als „Green Fuel-ready“ auszeichnet. Damit könnten Hauseigentümer bei der Modernisierung sicher sein, dass ihre neue Heizung mit den neuen flüssigen Energieträgern funktionierte.

IWO-Geschäftsführer Adrian Willig im digitalen Gespräch mit Holger Purbs von Mobene.

Expertentalk: IWO-Geschäftsführer Adrian Willig im digitalen Gespräch mit Holger Purbs von Mobene.

Hybridsysteme im Trend

Das Thema Zukunftssicherheit für Kunden stand auch im Fokus des abschließenden Experten-Talks „Innovationen im Heizungskeller: Grüne Perspektive für den Heizölkunden?“. Klimaschutz und Digitalisierung seien große Themen für die Verbraucher, machte Eva Schlechtriemen von Buderus Deutschland bei der Fa. Bosch Thermotechnik GmbH deutlich. „Der Trend geht zu Hybridsystemen“, so Schlechtriemen. Effizient und erneuerbar sollten heutige Heizungen sein. Für Florian Ruppert von  Viessmann Climate Solutions SE steht fest: „Der Ölkessel kann ein Teil der Energiewende sein.“ Sein Unternehmen nutzte die Messe, um ein Gerät vorzustellen, das bereits Green Fuels-ready ist. Das neue Label solle schnell etabliert werden. „Das wird den Heizungen künftig Zukunftssicherheit attestieren“, so Ruppert. Außerdem müssten die politischen Rahmenbedingungen stimmen: „Die Green Fuels sollten als Erfüllungsoption im Gebäudeenergiegesetz zugelassen werden.“

Und auch Holger Purbs von Mobene bekräftigte, dass der Klimaschutz bei den Kunden eine immer größere Rolle spielte: „Das Thema CO2-Einsparung wird in den Haushalten als Chance wahrgenommen.“ Bei der Verbreitung der Green Fuels müsse man auf Zusammenhalt in der Branche setzen. Eine Große Hoffnung sei der „Influencer-Effekt“: „Aus Bedenken muss Überzeugung werden.“ IWO-Geschäftsführer Adrian Willig, der als Moderator durch die Veranstaltung führte, fasste am Schluss nochmal alle wichtigen Punkte zusammen und bekräftigte die Notwendigkeit, dass seitens der Politik jetzt geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden müssten, um den Markthochlauf der neuen Fuels voranzutreiben.

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