Weil am Rhein: Individuelle Lösung zugunsten aller

Mit der Sanierung ihres Mietshauses sichern sich die Besitzer nicht nur einen finanziellen Vorteil – sie leisten auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Aus konstruktiven Gesprächen mit einem Energieberater entstand ein Sanierungskonzept, mit dem der Energiebedarf des vierstöckigen Gebäudes um fast drei Viertel gesenkt werden konnte. Da die Vermieter die oberste Etage selbst bewohnen, profitieren sie, ebenso wie ihre Mieter, von dem gestiegenen Wohnkomfort. Mit der vertikal an der Fassade angebrachten Solaranlage wurde das 30 Jahre alte Haus zu einem echten Hingucker in dem Städtchen Weil am Rhein im Dreiländereck.

Gebäude

„Natürlich stand das Heizölsparen im Vordergrund, als wir uns für die neue Ölheizung mit Solarthermie entschieden haben. Wir freuen uns aber auch darüber, dass wir unseren Mietern, mit denen wir unter einem Dach leben, nun den gleichen Wohnkomfort bieten können, den wir uns für uns selbst gewünscht haben“, schildert das Ehepaar Ermuth aus Weil am Rhein.

Heizungsanlage

22 Jahre war der Öl-Niedertemperaturkessel bereits alt, als er ausgetauscht wurde.

Jetzt werden die 650 m² Wohnfläche des Mehrfamilienhauses von einem Öl-Brennwertgerät mit 45 kW Leistung beheizt.

Kombiniert wurde der neue Kessel mit einer solarthermischen Anlage. Die Solarkollektoren wurden an der Südfassade des vierstöckigen Flachdachbaus montiert. Das hatte zum einen praktische Gründe, weil hier eine freie Fläche war und weil die Kollektoren auf dem Flachdach aufwändig hätten aufgeständert werden müssen. Zum anderen entschieden sich die Besitzer aus optischen Gründen für die ungewöhnliche Installationsweise. Insgesamt wurden 30 Einzelmodule mit jeweils sechs Röhren zu fünf Einheiten zusammengefasst. So entstand eine Gesamtkollektorfläche von rund 36 m², die Sonnenwärme für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung liefert.

Zwei aus Stahl gefertigte Schichtenspeicher mit jeweils 1.000 Liter Volumen bevorraten die Wärme für Heizung und Warmwasser bereitung. Das Trinkwasser

wird über Wärmetauscher im Durchflussverfahren erwärmt.

Weitere energetische Maßnahmen

Die Außenwände des Gebäudes aus den frühen 1970er Jahren wurden aus einem 24 cm dicken Massivmauerwerk errichtet. Ein 14 cm starkes Wärmedämmverbundsystem aus Polystyrol-Hartschaumplatten und Silkonharzputz schützt die Fassaden nun vor übermäßigen Wärmeverlusten. Das Flachdach war bereits ausreichend gedämmt, wurde jedoch mit Elastomer-Schweißbahnen neu abgedichtet.

Auch die Kellerdecken erhielten eine Dämmschicht aus 10 cm dicken, schwer entflammbaren Holzwolle-Mehrschichtplatten mit Polystyrolkern.

Dort, wo früher ein kellergeschweißter Heizöltank mit einem Fassungsvermögen von 18.000 Litern stand, befindet sich jetzt die neue Batterietankanlage. Die acht zweireihig angeordneten Behälter haben insgesamt 8.000 Liter Lagerkapazität. Einmal vollgetankt, reicht der Heizölvorrat also für rund zwei Jahre. Neben der Tankanlage fanden auch die beiden neuen Schichtenspeicher Platz.

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  • „Natürlich stand das Heizölsparen im Vordergrund, als wir uns für die neue Ölheizung mit Solarthermie entschieden haben. Wir freuen uns aber auch darüber, dass wir unseren Mietern, mit denen wir unter einem Dach leben, nun den gleichen Wohnkomfort bieten können, den wir uns für uns selbst gewünscht haben“, schildert das Ehepaar Ermuth aus Weil am Rhein.

     

    „Natürlich stand das Heizölsparen im Vordergrund, als wir uns für die neue Ölheizung mit Solarthermie entschieden haben. Wir freuen uns aber auch darüber, dass wir unseren Mietern, mit denen wir unter einem Dach leben, nun den gleichen Wohnkomfort bieten können, den wir uns für uns selbst gewünscht haben“, schildert das Ehepaar Ermuth aus Weil am Rhein.

     

  • 22 Jahre war der Öl-Niedertemperaturkessel bereits alt, als er ausgetauscht wurde.

     

    22 Jahre war der Öl-Niedertemperaturkessel bereits alt, als er ausgetauscht wurde.

     

  • Jetzt werden die 650 m² Wohnfläche des Mehrfamilienhauses von einem Öl-Brennwertgerät mit 45 kW Leistung beheizt.

     

    Jetzt werden die 650 m² Wohnfläche des Mehrfamilienhauses von einem Öl-Brennwertgerät mit 45 kW Leistung beheizt.

     

  • Kombiniert wurde der neue Kessel mit einer solarthermischen Anlage. Die Solarkollektoren wurden an der Südfassade des vierstöckigen Flachdachbaus montiert. Das hatte zum einen praktische Gründe, weil hier eine freie Fläche war und weil die Kollektoren auf dem Flachdach aufwändig hätten aufgeständert werden müssen. Zum anderen entschieden sich die Besitzer aus optischen Gründen für die ungewöhnliche Installationsweise. Insgesamt wurden 30 Einzelmodule mit jeweils sechs Röhren zu fünf Einheiten zusammengefasst. So entstand eine Gesamtkollektorfläche von rund 36 m², die Sonnenwärme für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung liefert.

     

    Kombiniert wurde der neue Kessel mit einer solarthermischen Anlage. Die Solarkollektoren wurden an der Südfassade des vierstöckigen Flachdachbaus montiert. Das hatte zum einen praktische Gründe, weil hier eine freie Fläche war und weil die Kollektoren auf dem Flachdach aufwändig hätten aufgeständert werden müssen. Zum anderen entschieden sich die Besitzer aus optischen Gründen für die ungewöhnliche Installationsweise. Insgesamt wurden 30 Einzelmodule mit jeweils sechs Röhren zu fünf Einheiten zusammengefasst. So entstand eine Gesamtkollektorfläche von rund 36 m², die Sonnenwärme für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung liefert.

     

  • Zwei aus Stahl gefertigte Schichtenspeicher mit jeweils 1.000 Liter Volumen bevorraten die Wärme für Heizung und Warmwasser bereitung. Das Trinkwasser

    wird über Wärmetauscher im Durchflussverfahren erwärmt.

     

    Zwei aus Stahl gefertigte Schichtenspeicher mit jeweils 1.000 Liter Volumen bevorraten die Wärme für Heizung und Warmwasser bereitung. Das Trinkwasser

    wird über Wärmetauscher im Durchflussverfahren erwärmt.

     

  • Die Außenwände des Gebäudes aus den frühen 1970er Jahren wurden aus einem 24 cm dicken Massivmauerwerk errichtet. Ein 14 cm starkes Wärmedämmverbundsystem aus Polystyrol-Hartschaumplatten und Silkonharzputz schützt die Fassaden nun vor übermäßigen Wärmeverlusten. Das Flachdach war bereits ausreichend gedämmt, wurde jedoch mit Elastomer-Schweißbahnen neu abgedichtet.

     

    Die Außenwände des Gebäudes aus den frühen 1970er Jahren wurden aus einem 24 cm dicken Massivmauerwerk errichtet. Ein 14 cm starkes Wärmedämmverbundsystem aus Polystyrol-Hartschaumplatten und Silkonharzputz schützt die Fassaden nun vor übermäßigen Wärmeverlusten. Das Flachdach war bereits ausreichend gedämmt, wurde jedoch mit Elastomer-Schweißbahnen neu abgedichtet.

     

  • Auch die Kellerdecken erhielten eine Dämmschicht aus 10 cm dicken, schwer entflammbaren Holzwolle-Mehrschichtplatten mit Polystyrolkern.

     

    Auch die Kellerdecken erhielten eine Dämmschicht aus 10 cm dicken, schwer entflammbaren Holzwolle-Mehrschichtplatten mit Polystyrolkern.

     

  • Dort, wo früher ein kellergeschweißter Heizöltank mit einem Fassungsvermögen von 18.000 Litern stand, befindet sich jetzt die neue Batterietankanlage. Die acht zweireihig angeordneten Behälter haben insgesamt 8.000 Liter Lagerkapazität. Einmal vollgetankt, reicht der Heizölvorrat also für rund zwei Jahre. Neben der Tankanlage fanden auch die beiden neuen Schichtenspeicher Platz.

     

    Dort, wo früher ein kellergeschweißter Heizöltank mit einem Fassungsvermögen von 18.000 Litern stand, befindet sich jetzt die neue Batterietankanlage. Die acht zweireihig angeordneten Behälter haben insgesamt 8.000 Liter Lagerkapazität. Einmal vollgetankt, reicht der Heizölvorrat also für rund zwei Jahre. Neben der Tankanlage fanden auch die beiden neuen Schichtenspeicher Platz.

     

Ergebnis vorher nachher
Primärenergiebedarf: 204 kWh/(m²a) 56 kWh/(m²a)
Einsparung Primärenergie: 72 %
Investition: 166.413 Euro
KfW-Effizienzhaus 100
Objektdaten
Nutzfläche 726 m²
Baujahr Gebäude 1971
Anzahl der Bewohner 20 Personen (10 Wohnungen)
Heizsystem Öl-Brennwertgerät, Solarthermie
Solarkollektor 36 m², 90°, Richtung Süd
Volumen Wärmespeicher 2 x 1.000 Liter
Tanktyp Kunststoffbatterietanks
Volumen Tank 8 x 1.000 Liter
Reichweite Tankfüllung Ca. 2 Jahre
Heizölbedarf pro Jahr 3.450 Liter (vorher 12.993 Liter)
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