Steinfeld: Zunkunftsorientiert geplant

Schon beim Kauf des nahe der französischen Grenze gelegenen Zweifamilienhauses stand für Familie Doll fest, dass vor dem Bezug angemessene Wohnverhältnisse geschaffen werden müssen. Der berechnete Heizölbedarf lag bei über 10.000 Litern pro Jahr – eine energetische Sanierung war also unumgänglich. Dank staatlicher Fördermittel und IWO-Zuschuss konnte die Familie eine Komplettsanierung realisieren. Davon profitieren nun Eigentümer und Mieter: Der Heizölbedarf sank um mehr als 80 Prozent und durch die Dämmung von Dach und Außenwänden sowie die Erneuerung der Fenster herrscht ein spürbar angenehmeres Wohnklima.

Gebäude

„Das Haus war in einem sehr schlechten Zustand. Gerade unter energetischen Gesichtspunkten war eine Sanierung unumgänglich. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln haben wir für alle Bewohner das maximale Einsparpotenzial herausgeholt“, so Familie Doll aus Steinfeld.

Heizungsanlage

Der vorhandene Ölkessel war zwar erst elf Jahre alt, aber trotzdem bereits technisch überholt. Denn deutlich effizienter als der alte Kessel mit Niedertemperaturtechnik arbeitet ein Brennwertgerät. Deshalb entschieden sich die Hausbesitzer für einen neuen Öl-Brennwertheizkessel mit 30 kW Leistung zur zentralen Wärmeerzeugung. Bei dieser Technik wird zusätzlich die im Abgas enthaltene Energie für Heizzwecke genutzt.

Für einen neuen großen Wärmespeicher war der Keller zu eng. Deshalb wurde der vorhandene 750-Liter-Pufferspeicher durch einen zweiten Wärmespeicher mit einem Volumen von ebenfalls 720 Litern ergänzt. So steht ausreichend Speicherkapazität für die Wärme aus der neuen Solaranlage und dem Öl-Brennwertkessel zur Verfügung.

Die Ausrichtung des Satteldaches schien die Einbindung einer Solaranlage zunächst unmöglich zu machen. Mit Hilfe einer cleveren Lösung können dennoch 10,6 m² Kollektorfläche zur Wärmeversorgung beitragen: Am Dachgiebel wurde eine spezielle Konstruktion angebracht, auf der die Solarkollektoren montiert wurden und die gleichzeitig als Vordach für die Dachterrasse dient. Die Flachkollektoren konnten so mit einem Neigungswinkel von 30° nach Südsüdost ausgerichtet werden. Die Sonnenwärme wird zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung genutzt.

Die fünf vorhandenen Kunststoffbatterietanks hatten ein Fassungsvermögen von 7.500 Litern. Da sie technisch einwandfrei sind, konnte die Tankanlage erhalten bleiben. Um das Lagervolumen an den gesunkenen Energiebedarf anzupassen und um Platz im Keller zu schaffen, wurde allerdings ein Tankelement entfernt. Die verbleibenden 6.000 Liter Volumen ermöglichen immer noch eine Bevorratung mit Heizöl für rund dreieinhalb Jahre.

Weitere energetische Maßnahmen

Die vorhandenen Holzfenster und Türen des 44 Jahre alten Gebäudes verfügten maximal über Doppelverglasung. Um den Wärmeschutz an diesen kritischen Stellen zu verbessern, wurden sie durch neue Kunststoff- oder Aluminiumelemente mit einer Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung ersetzt.

Das bisher nur schlecht gedämmte Gebäude wurde im Zuge der energetischen Sanierung oberhalb des Kellergeschosses mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dabei kamen bis zu 14 cm dicke EPS-Dämmplatten zum Einsatz, die gleichzeitig als Trägerschicht für den Dämmputz dienen. Im Kellergeschoss wurden die Decken abgehängt und mit 4 cm starken Polystyrol-Hartschaumplatten und zusätzlich 5 cm dicker Mineralwolle gedämmt. Im Dach wurden mineralische Dämmstoffe in einer 21 cm dicken Zwischensparrendämmung verarbeitet.

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  • „Das Haus war in einem sehr schlechten Zustand. Gerade unter energetischen Gesichtspunkten war eine Sanierung unumgänglich. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln haben wir für alle Bewohner das maximale Einsparpotenzial herausgeholt“, so Familie Doll aus Steinfeld.

     

    „Das Haus war in einem sehr schlechten Zustand. Gerade unter energetischen Gesichtspunkten war eine Sanierung unumgänglich. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln haben wir für alle Bewohner das maximale Einsparpotenzial herausgeholt“, so Familie Doll aus Steinfeld.

     

  • Der vorhandene Ölkessel war zwar erst elf Jahre alt, aber trotzdem bereits technisch überholt. Denn deutlich effizienter als der alte Kessel mit Niedertemperaturtechnik arbeitet ein Brennwertgerät. Deshalb entschieden sich die Hausbesitzer für einen neuen Öl-Brennwertheizkessel mit 30 kW Leistung zur zentralen Wärmeerzeugung. Bei dieser Technik wird zusätzlich die im Abgas enthaltene Energie für Heizzwecke genutzt.

     

    Der vorhandene Ölkessel war zwar erst elf Jahre alt, aber trotzdem bereits technisch überholt. Denn deutlich effizienter als der alte Kessel mit Niedertemperaturtechnik arbeitet ein Brennwertgerät. Deshalb entschieden sich die Hausbesitzer für einen neuen Öl-Brennwertheizkessel mit 30 kW Leistung zur zentralen Wärmeerzeugung. Bei dieser Technik wird zusätzlich die im Abgas enthaltene Energie für Heizzwecke genutzt.

     

  • Für einen neuen großen Wärmespeicher war der Keller zu eng. Deshalb wurde der vorhandene 750-Liter-Pufferspeicher durch einen zweiten Wärmespeicher mit einem Volumen von ebenfalls 720 Litern ergänzt. So steht ausreichend Speicherkapazität für die Wärme aus der neuen Solaranlage und dem Öl-Brennwertkessel zur Verfügung.

     

    Für einen neuen großen Wärmespeicher war der Keller zu eng. Deshalb wurde der vorhandene 750-Liter-Pufferspeicher durch einen zweiten Wärmespeicher mit einem Volumen von ebenfalls 720 Litern ergänzt. So steht ausreichend Speicherkapazität für die Wärme aus der neuen Solaranlage und dem Öl-Brennwertkessel zur Verfügung.

     

  • Die Ausrichtung des Satteldaches schien die Einbindung einer Solaranlage zunächst unmöglich zu machen. Mit Hilfe einer cleveren Lösung können dennoch 10,6 m² Kollektorfläche zur Wärmeversorgung beitragen: Am Dachgiebel wurde eine spezielle Konstruktion angebracht, auf der die Solarkollektoren montiert wurden und die gleichzeitig als Vordach für die Dachterrasse dient. Die Flachkollektoren konnten so mit einem Neigungswinkel von 30° nach Südsüdost ausgerichtet werden. Die Sonnenwärme wird zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung genutzt.

     

    Die Ausrichtung des Satteldaches schien die Einbindung einer Solaranlage zunächst unmöglich zu machen. Mit Hilfe einer cleveren Lösung können dennoch 10,6 m² Kollektorfläche zur Wärmeversorgung beitragen: Am Dachgiebel wurde eine spezielle Konstruktion angebracht, auf der die Solarkollektoren montiert wurden und die gleichzeitig als Vordach für die Dachterrasse dient. Die Flachkollektoren konnten so mit einem Neigungswinkel von 30° nach Südsüdost ausgerichtet werden. Die Sonnenwärme wird zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung genutzt.

     

  • Die fünf vorhandenen Kunststoffbatterietanks hatten ein Fassungsvermögen von 7.500 Litern. Da sie technisch einwandfrei sind, konnte die Tankanlage erhalten bleiben. Um das Lagervolumen an den gesunkenen Energiebedarf anzupassen und um Platz im Keller zu schaffen, wurde allerdings ein Tankelement entfernt. Die verbleibenden 6.000 Liter Volumen ermöglichen immer noch eine Bevorratung mit Heizöl für rund dreieinhalb Jahre.

     

    Die fünf vorhandenen Kunststoffbatterietanks hatten ein Fassungsvermögen von 7.500 Litern. Da sie technisch einwandfrei sind, konnte die Tankanlage erhalten bleiben. Um das Lagervolumen an den gesunkenen Energiebedarf anzupassen und um Platz im Keller zu schaffen, wurde allerdings ein Tankelement entfernt. Die verbleibenden 6.000 Liter Volumen ermöglichen immer noch eine Bevorratung mit Heizöl für rund dreieinhalb Jahre.

     

  • Die vorhandenen Holzfenster und Türen des 44 Jahre alten Gebäudes verfügten maximal über Doppelverglasung. Um den Wärmeschutz an diesen kritischen Stellen zu verbessern, wurden sie durch neue Kunststoff- oder Aluminiumelemente mit einer Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung ersetzt.

     

    Die vorhandenen Holzfenster und Türen des 44 Jahre alten Gebäudes verfügten maximal über Doppelverglasung. Um den Wärmeschutz an diesen kritischen Stellen zu verbessern, wurden sie durch neue Kunststoff- oder Aluminiumelemente mit einer Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung ersetzt.

     

  • Das bisher nur schlecht gedämmte Gebäude wurde im Zuge der energetischen Sanierung oberhalb des Kellergeschosses mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dabei kamen bis zu 14 cm dicke EPS-Dämmplatten zum Einsatz, die gleichzeitig als Trägerschicht für den Dämmputz dienen. Im Kellergeschoss wurden die Decken abgehängt und mit 4 cm starken Polystyrol-Hartschaumplatten und zusätzlich 5 cm dicker Mineralwolle gedämmt. Im Dach wurden mineralische Dämmstoffe in einer 21 cm dicken Zwischensparrendämmung verarbeitet.

     

    Das bisher nur schlecht gedämmte Gebäude wurde im Zuge der energetischen Sanierung oberhalb des Kellergeschosses mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dabei kamen bis zu 14 cm dicke EPS-Dämmplatten zum Einsatz, die gleichzeitig als Trägerschicht für den Dämmputz dienen. Im Kellergeschoss wurden die Decken abgehängt und mit 4 cm starken Polystyrol-Hartschaumplatten und zusätzlich 5 cm dicker Mineralwolle gedämmt. Im Dach wurden mineralische Dämmstoffe in einer 21 cm dicken Zwischensparrendämmung verarbeitet.

     

Ergebnis vorher nachher
Primärenergiebedarf: 337 kWh/(m²a) 61 kWh/(m²a)
Einsparung Primärenergie: 82 %
Investition: 103.149 Euro
KfW-Effizienzhaus 100
Objektdaten
Nutzfläche 341 m²
Baujahr Gebäude 1968
Anzahl der Bewohner 7 Personen
Heizsystem Öl-Brennwertgerät, Solarthermie
Solarkollektor 10,6 m², 30°, Richtung Südsüdost
Volumen Wärmespeicher 2 x 750 Liter
Tanktyp Kunststoffbatterietanks
Volumen Tank 4 x 1.500 Liter
Reichweite Tankfüllung Ca. 3,5 Jahre
Heizölbedarf pro Jahr 1.763 Liter (vorher 10.064 Liter)
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