Laupertshausen: Architektenhaus mit Einsparpotenzial

Die außergewöhnliche Architektur und die idyllische Lage überzeugten die junge Familie von der Immobilie. In Sachen Energieverbrauch bestand jedoch erheblicher Verbesserungsbedarf, wie eine umfassende Energieberatung zeigte. In nur sechs Monaten wurde das Haus energetisch komplett auf Vordermann gebracht. Ohne in den ursprünglichen Baustil einzugreifen, konnte der Heizölbedarf um drei Viertel reduziert werden. Eine Kombination aus Dämmmaßnahmen und Modernisierung der Anlagentechnik brachten dieses beachtliche Resultat.

Gebäude

„Anfangs wollten wir die energetische Sanierung schrittweise realisieren. Jetzt haben wir doch alles innerhalb von nur sechs Monaten gemacht und sind froh über die schnelle Umsetzung und das erzielte Ergebnis“, meint das Ehepaar Dimar aus Laupertshausen.

Heizungsanlage

Der 20 Jahre alte Öl-Niedertemperaturkessel wurde durch eine moderne Hybridheizung mit Öl-Brennwerttechnik ersetzt.

Die Kombination aus Öl-Brennwertgerät, solarthermischer Anlage und Kaminofen mit Wärmetauscher verteilt die Wärmeversorgung nun auf mehrere Säulen.

In der warmen Jahreszeit übernimmt die Sonne die Warmwasserbereitung, in den Übergangsmonaten unterstützt sie auch die Raumheizung.

Der Holzkaminofen gibt etwa ein Drittel der Wärme direkt an den Wohnraum ab, der Rest wird über einen Wasserwärmetauscher in das Heizsystem eingespeist. Erst wenn Solaranlage und Kaminofen den Wärmebedarf alleine nicht mehr abdecken können, schaltet sich automatisch das Öl-Brennwertgerät hinzu.

Wesentliches Element der Hybridheizung ist der großvolumige und gut isolierte Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Energiequellen bevorratet wird. Über eine Frischwasserstation stellt der 990 Liter fassende Speicher auch die hygienische Warmwasserversorgung sicher: Das Brauchwasser wird im Durchlaufverfahren erst dann erwärmt, wenn es benötigt wird. Die Batterietankanlage konnte erhalten bleiben, da sie alle Anforderungen erfüllt. Das große Volumen ermöglicht jetzt einen Heizölvorrat für mehr als dreieinhalb Jahre.

Weitere energetische Maßnahmen

Ursprünglich war das Gebäude mit zweifach verglasten Holzfenstern ausgestattet. Im Zuge der Gesamtsanierung wurden in den drei Wohngeschossen neue Holzfenster mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung eingebaut.

Die Außenwände des Gebäudes bestehen im Kern aus 30 cm dicken Hochlochziegeln und waren beidseitig verputzt. Im Zuge der Komplettsanierung wurde die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem aus Steinwolle-Lamellen versehen und neu verputzt. Die gering geneigten Dachflächen wurden ebenfalls komplett saniert: Die alten Bedachungsplatten wurden abgenommen und die Dachsparren aufgedoppelt. So konnte das Dach von unten mit einer insgesamt 28 cm dicken Wärmedämmung versehen werden, ohne dass die Räume an Höhe verloren haben. Anschließend wurde das Dach mit Kupferplatten neu eingedeckt.

Auch an der Kellerdecke wurden notwendige Wärmedämmmaßnahmen durchgeführt. Die Stahlbetondecken erhielten zum Teil eine Mineralfaser-Lamellen-Dämmung von 120 mm Dicke, die nachträglich mit einem Anstrich versehen wurde. In Bereichen mit niedrigen Bauhöhen kamen 60 mm starke Resol-Hartschaumplatten zum Einsatz.

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  • „Anfangs wollten wir die energetische Sanierung schrittweise realisieren. Jetzt haben wir doch alles innerhalb von nur sechs Monaten gemacht und sind froh über die schnelle Umsetzung und das erzielte Ergebnis“, meint das Ehepaar Dimar aus Laupertshausen.

     

    „Anfangs wollten wir die energetische Sanierung schrittweise realisieren. Jetzt haben wir doch alles innerhalb von nur sechs Monaten gemacht und sind froh über die schnelle Umsetzung und das erzielte Ergebnis“, meint das Ehepaar Dimar aus Laupertshausen.

     

  • Der 20 Jahre alte Öl-Niedertemperaturkessel wurde durch eine moderne Hybridheizung mit Öl-Brennwerttechnik ersetzt.

     

    Der 20 Jahre alte Öl-Niedertemperaturkessel wurde durch eine moderne Hybridheizung mit Öl-Brennwerttechnik ersetzt.

     

  • Die Kombination aus Öl-Brennwertgerät, solarthermischer Anlage und Kaminofen mit Wärmetauscher verteilt die Wärmeversorgung nun auf mehrere Säulen.

     

    Die Kombination aus Öl-Brennwertgerät, solarthermischer Anlage und Kaminofen mit Wärmetauscher verteilt die Wärmeversorgung nun auf mehrere Säulen.

     

  • In der warmen Jahreszeit übernimmt die Sonne die Warmwasserbereitung, in den Übergangsmonaten unterstützt sie auch die Raumheizung.

     

    In der warmen Jahreszeit übernimmt die Sonne die Warmwasserbereitung, in den Übergangsmonaten unterstützt sie auch die Raumheizung.

     

  • Der Holzkaminofen gibt etwa ein Drittel der Wärme direkt an den Wohnraum ab, der Rest wird über einen Wasserwärmetauscher in das Heizsystem eingespeist. Erst wenn Solaranlage und Kaminofen den Wärmebedarf alleine nicht mehr abdecken können, schaltet sich automatisch das Öl-Brennwertgerät hinzu.

     

    Der Holzkaminofen gibt etwa ein Drittel der Wärme direkt an den Wohnraum ab, der Rest wird über einen Wasserwärmetauscher in das Heizsystem eingespeist. Erst wenn Solaranlage und Kaminofen den Wärmebedarf alleine nicht mehr abdecken können, schaltet sich automatisch das Öl-Brennwertgerät hinzu.

     

  • Wesentliches Element der Hybridheizung ist der großvolumige und gut isolierte Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Energiequellen bevorratet wird. Über eine Frischwasserstation stellt der 990 Liter fassende Speicher auch die hygienische Warmwasserversorgung sicher: Das Brauchwasser wird im Durchlaufverfahren erst dann erwärmt, wenn es benötigt wird. Die Batterietankanlage konnte erhalten bleiben, da sie alle Anforderungen erfüllt. Das große Volumen ermöglicht jetzt einen Heizölvorrat für mehr als dreieinhalb Jahre.

     

    Wesentliches Element der Hybridheizung ist der großvolumige und gut isolierte Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Energiequellen bevorratet wird. Über eine Frischwasserstation stellt der 990 Liter fassende Speicher auch die hygienische Warmwasserversorgung sicher: Das Brauchwasser wird im Durchlaufverfahren erst dann erwärmt, wenn es benötigt wird. Die Batterietankanlage konnte erhalten bleiben, da sie alle Anforderungen erfüllt. Das große Volumen ermöglicht jetzt einen Heizölvorrat für mehr als dreieinhalb Jahre.

     

  • Ursprünglich war das Gebäude mit zweifach verglasten Holzfenstern ausgestattet. Im Zuge der Gesamtsanierung wurden in den drei Wohngeschossen neue Holzfenster mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung eingebaut.

     

    Ursprünglich war das Gebäude mit zweifach verglasten Holzfenstern ausgestattet. Im Zuge der Gesamtsanierung wurden in den drei Wohngeschossen neue Holzfenster mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung eingebaut.

     

  • Die Außenwände des Gebäudes bestehen im Kern aus 30 cm dicken Hochlochziegeln und waren beidseitig verputzt. Im Zuge der Komplettsanierung wurde die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem aus Steinwolle-Lamellen versehen und neu verputzt. Die gering geneigten Dachflächen wurden ebenfalls komplett saniert: Die alten Bedachungsplatten wurden abgenommen und die Dachsparren aufgedoppelt. So konnte das Dach von unten mit einer insgesamt 28 cm dicken Wärmedämmung versehen werden, ohne dass die Räume an Höhe verloren haben. Anschließend wurde das Dach mit Kupferplatten neu eingedeckt.

     

    Die Außenwände des Gebäudes bestehen im Kern aus 30 cm dicken Hochlochziegeln und waren beidseitig verputzt. Im Zuge der Komplettsanierung wurde die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem aus Steinwolle-Lamellen versehen und neu verputzt. Die gering geneigten Dachflächen wurden ebenfalls komplett saniert: Die alten Bedachungsplatten wurden abgenommen und die Dachsparren aufgedoppelt. So konnte das Dach von unten mit einer insgesamt 28 cm dicken Wärmedämmung versehen werden, ohne dass die Räume an Höhe verloren haben. Anschließend wurde das Dach mit Kupferplatten neu eingedeckt.

     

  • Auch an der Kellerdecke wurden notwendige Wärmedämmmaßnahmen durchgeführt. Die Stahlbetondecken erhielten zum Teil eine Mineralfaser-Lamellen-Dämmung von 120 mm Dicke, die nachträglich mit einem Anstrich versehen wurde. In Bereichen mit niedrigen Bauhöhen kamen 60 mm starke Resol-Hartschaumplatten zum Einsatz.

     

    Auch an der Kellerdecke wurden notwendige Wärmedämmmaßnahmen durchgeführt. Die Stahlbetondecken erhielten zum Teil eine Mineralfaser-Lamellen-Dämmung von 120 mm Dicke, die nachträglich mit einem Anstrich versehen wurde. In Bereichen mit niedrigen Bauhöhen kamen 60 mm starke Resol-Hartschaumplatten zum Einsatz.

     

Ergebnis vorher nachher
Primärenergiebedarf: 281 kWh/(m²a) 73 kWh/(m²a)
Einsparung Primärenergie: 74 %
Investition: 197.558 Euro
KfW-Effizienzhaus 100
Objektdaten
Nutzfläche 288 m²
Baujahr Gebäude 1973
Anzahl der Bewohner 4 Personen
Heizsystem Öl-Brennwertgerät, Solarthermie, Kaminofen
Solarkollektor 12,6 m², 30°, Richtung Südsüdost
Volumen Wärmespeicher 990 Liter
Tanktyp Kunststoffbatterietank
Volumen Tank 6.000 Liter
Reichweite Tankfüllung Ca. 3,5 Jahre
Heizölbedarf pro Jahr 1.663 Liter (vorher 7.071 Liter)
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