Hamburg: Generationswechsel im Stadthaus

Bereits die Großeltern der Bauherrin bewohnten das fast einhundert Jahre alte Stadthaus. Jetzt hat die in Hamburg geborene Betriebswirtin gemeinsam mit ihrem Lebenspartner die Doppelhaushälfte übernommen. Und nicht nur bei den Bewohnern fand ein Generationswechsel statt. In Zusammenarbeit mit einem Architekturbüro wurde ein energetisches Modernisierungskonzept erstellt und innerhalb von sechs Monaten umgesetzt. Die Ausstattung des dreigeschossigen Hauses entspricht jetzt dem neuesten Stand der Technik und genügt den heutigen Ansprüchen an modernen Wohnkomfort. Außerdem wurde zusätzlicher Wohnraum im Dachgeschoss geschaffen.

Gebäude

„Dass der Primärenergiebedarf durch die Sanierung sogar geringer sein wird als von der Energieeinsparverordnung für Neubauten gefordert, hätten wir am Anfang nie gedacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Unsere Brennstoffkosten werden nur noch ein Fünftel der bisherigen Ausgaben betragen“, schildern die Bauherren Simone Neumann und Dr. André Jerenz aus Hamburg.

Heizungsanlage

Der alte Ölheizkessel wies hohe Energieverluste auf und hatte keine leistungsgeregelte Umwälzpumpe. Das machte nach heutigen Maßstäben eine optimale Nutzung der eingesetzten Energie unmöglich. Deshalb wurde der alte Kessel gegen ein effizientes Öl-Brennwertgerät mit einer Energieausnutzung von 98 % (bezogen auf den Brennwert) ausgetauscht.

Der vorhandene standortgefertigte Stahltank kann auch nach der Sanierung weiter genutzt werden. Lediglich der Auffangraum musste saniert werden.

Zentrales Element des neuen Heizsystems ist der 750 Liter fassende Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Energiequellen bevorratet wird. Er enthält das Heizwasser und in einem integrierten kleineren Speicher auch das Trinkwasser.

Die Sonne wird zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung genutzt. Über die neue Solarthermieanlage wird das Heizwasser im Pufferspeicher erwärmt. Diese Wärme wird dann an den integrierten Trinkwasserspeicher abgegeben. Liefert die Sonne nicht genügend Wärme, schaltet sich automatisch die Öl-Brennwertheizung hinzu. Wird hingegen mehr solare Wärme erzeugt als für die Trinkwassererwärmung erforderlich, wird sie bei Bedarf an den Heizkreislauf abgegeben.

In das Heizsystem ist auch ein Holzkaminofen mit Wärmetauscher eingebunden. Die vom Kaminfeuer erzeugte Wärme wird über die als Wärmetauscher fungierende Wassertasche in den Pufferspeicher eingespeist. So unterstützt der Kamin die Heizung und die Trinkwassererwärmung. Bei herkömmlichen Kaminöfen wird hingegen nur die Strahlungswärme genutzt.

Weitere energetische Maßnahmen

Die Außenwände des fast einhundert Jahre alten Gebäudes waren entsprechend den damaligen Baustandards ungedämmt. Zu den zentralen Sanierungsmaßnahmen zählte daher das Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems (12 cm starke Wärmedämmplatten und eine circa 2 cm dicke Schicht Fassadenputz). Auch die Kellerdecke wurde gedämmt.

Das zuvor größtenteils ungedämmte Dach wurde mit einer 4 cm dicken Untersparrendämmung, einer 12 cm dicken Zwischensparrendämmung und einer 4 cm dicken Holzfaserdämmung auf der Sparrenlage versehen.

Das Stadthaus hatte vor der Sanierung überwiegend alte Kunststofffenster mit Isolierverglasung und zum Teil sogar noch einfach verglaste Kastenfenster. Neue, energetisch hochwertige Fenster mit 88 mm starken Lärchenholzrahmen und Dreifachverglasung sorgen jetzt im gesamten Wohnbereich für besseren Wärmeschutz.

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  • „Dass der Primärenergiebedarf durch die Sanierung sogar geringer sein wird als von der Energieeinsparverordnung für Neubauten gefordert, hätten wir am Anfang nie gedacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Unsere Brennstoffkosten werden nur noch ein Fünftel der bisherigen Ausgaben betragen“, schildern die Bauherren Simone Neumann und Dr. André Jerenz aus Hamburg.

     

    „Dass der Primärenergiebedarf durch die Sanierung sogar geringer sein wird als von der Energieeinsparverordnung für Neubauten gefordert, hätten wir am Anfang nie gedacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Unsere Brennstoffkosten werden nur noch ein Fünftel der bisherigen Ausgaben betragen“, schildern die Bauherren Simone Neumann und Dr. André Jerenz aus Hamburg.

     

  • Der alte Ölheizkessel wies hohe Energieverluste auf und hatte keine leistungsgeregelte Umwälzpumpe. Das machte nach heutigen Maßstäben eine optimale Nutzung der eingesetzten Energie unmöglich. Deshalb wurde der alte Kessel gegen ein effizientes Öl-Brennwertgerät mit einer Energieausnutzung von 98 % (bezogen auf den Brennwert) ausgetauscht.

     

    Der alte Ölheizkessel wies hohe Energieverluste auf und hatte keine leistungsgeregelte Umwälzpumpe. Das machte nach heutigen Maßstäben eine optimale Nutzung der eingesetzten Energie unmöglich. Deshalb wurde der alte Kessel gegen ein effizientes Öl-Brennwertgerät mit einer Energieausnutzung von 98 % (bezogen auf den Brennwert) ausgetauscht.

     

  • Der vorhandene standortgefertigte Stahltank kann auch nach der Sanierung weiter genutzt werden. Lediglich der Auffangraum musste saniert werden.

     

    Der vorhandene standortgefertigte Stahltank kann auch nach der Sanierung weiter genutzt werden. Lediglich der Auffangraum musste saniert werden.

     

  • Zentrales Element des neuen Heizsystems ist der 750 Liter fassende Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Energiequellen bevorratet wird. Er enthält das Heizwasser und in einem integrierten kleineren Speicher auch das Trinkwasser.

     

    Zentrales Element des neuen Heizsystems ist der 750 Liter fassende Pufferspeicher, in dem die Wärme aus den unterschiedlichen Energiequellen bevorratet wird. Er enthält das Heizwasser und in einem integrierten kleineren Speicher auch das Trinkwasser.

     

  • Die Sonne wird zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung genutzt. Über die neue Solarthermieanlage wird das Heizwasser im Pufferspeicher erwärmt. Diese Wärme wird dann an den integrierten Trinkwasserspeicher abgegeben. Liefert die Sonne nicht genügend Wärme, schaltet sich automatisch die Öl-Brennwertheizung hinzu. Wird hingegen mehr solare Wärme erzeugt als für die Trinkwassererwärmung erforderlich, wird sie bei Bedarf an den Heizkreislauf abgegeben.

     

    Die Sonne wird zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung genutzt. Über die neue Solarthermieanlage wird das Heizwasser im Pufferspeicher erwärmt. Diese Wärme wird dann an den integrierten Trinkwasserspeicher abgegeben. Liefert die Sonne nicht genügend Wärme, schaltet sich automatisch die Öl-Brennwertheizung hinzu. Wird hingegen mehr solare Wärme erzeugt als für die Trinkwassererwärmung erforderlich, wird sie bei Bedarf an den Heizkreislauf abgegeben.

     

  • In das Heizsystem ist auch ein Holzkaminofen mit Wärmetauscher eingebunden. Die vom Kaminfeuer erzeugte Wärme wird über die als Wärmetauscher fungierende Wassertasche in den Pufferspeicher eingespeist. So unterstützt der Kamin die Heizung und die Trinkwassererwärmung. Bei herkömmlichen Kaminöfen wird hingegen nur die Strahlungswärme genutzt.

     

    In das Heizsystem ist auch ein Holzkaminofen mit Wärmetauscher eingebunden. Die vom Kaminfeuer erzeugte Wärme wird über die als Wärmetauscher fungierende Wassertasche in den Pufferspeicher eingespeist. So unterstützt der Kamin die Heizung und die Trinkwassererwärmung. Bei herkömmlichen Kaminöfen wird hingegen nur die Strahlungswärme genutzt.

     

  • Die Außenwände des fast einhundert Jahre alten Gebäudes waren entsprechend den damaligen Baustandards ungedämmt. Zu den zentralen Sanierungsmaßnahmen zählte daher das Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems (12 cm starke Wärmedämmplatten und eine circa 2 cm dicke Schicht Fassadenputz). Auch die Kellerdecke wurde gedämmt.

     

    Die Außenwände des fast einhundert Jahre alten Gebäudes waren entsprechend den damaligen Baustandards ungedämmt. Zu den zentralen Sanierungsmaßnahmen zählte daher das Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems (12 cm starke Wärmedämmplatten und eine circa 2 cm dicke Schicht Fassadenputz). Auch die Kellerdecke wurde gedämmt.

     

  • Das zuvor größtenteils ungedämmte Dach wurde mit einer 4 cm dicken Untersparrendämmung, einer 12 cm dicken Zwischensparrendämmung und einer 4 cm dicken Holzfaserdämmung auf der Sparrenlage versehen.

     

    Das zuvor größtenteils ungedämmte Dach wurde mit einer 4 cm dicken Untersparrendämmung, einer 12 cm dicken Zwischensparrendämmung und einer 4 cm dicken Holzfaserdämmung auf der Sparrenlage versehen.

     

  • Das Stadthaus hatte vor der Sanierung überwiegend alte Kunststofffenster mit Isolierverglasung und zum Teil sogar noch einfach verglaste Kastenfenster. Neue, energetisch hochwertige Fenster mit 88 mm starken Lärchenholzrahmen und Dreifachverglasung sorgen jetzt im gesamten Wohnbereich für besseren Wärmeschutz.

     

    Das Stadthaus hatte vor der Sanierung überwiegend alte Kunststofffenster mit Isolierverglasung und zum Teil sogar noch einfach verglaste Kastenfenster. Neue, energetisch hochwertige Fenster mit 88 mm starken Lärchenholzrahmen und Dreifachverglasung sorgen jetzt im gesamten Wohnbereich für besseren Wärmeschutz.

     

Ergebnis vorher nachher
Primärenergiebedarf: 375 kWh/(m²a) 70 kWh/(m²a)
Einsparung Primärenergie: 81 %
Investition: 127.464 Euro
KfW-Effizienhaus 100
Objektdaten
Nutzfläche 206 m²
Baujahr Gebäude 1911
Anzahl der Bewohner 2 Personen
Heizsystem Öl-Brennwertgerät, Solarthermie, Kaminofen
Solarkollektor 9,5 m², 52°, Richtung Südost
Volumen Wärmespeicher 750 Liter
Tanktyp Standortgefertigter Stahltank
Volumen Tank 3.000 Liter
Reichweite Tankfüllung Ca. 3 Jahre
Heizölbedarf pro Jahr 1.014 Liter (vorher 5.863 Liter)
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