Buchholz/Aller: Energetisches Meisterstück

Wegen Mängeln am Fachwerkgiebel und an den Fenstern fingen die Besitzer des knapp 30 Jahre alten Zweifamilienhauses überhaupt erst an, sich mit dem Thema Sanierung zu befassen. Weitere Beweggründe waren die hohen Stromkosten durch die Elektrospeicherheizung und der Wunsch, etwas für die Umwelt zu tun. Am Ende hatte das Ehepaar Westerhoff mit seinem Energieberater ein Sanierungskonzept aufgestellt und umgesetzt, das den Energiebedarf um fast 90 Prozent senkte. Bemerkenswert ist die fast 35 m² große Solaranlage: 48 Prozent des Wärmeenergiebedarfs des Gebäudes werden durch Solarthermie gedeckt.

Gebäude

„Wir sparen jetzt viel Energie und leisten so einen Beitrag zum Klimaschutz. Um dieses Ziel zu erreichen haben wir viel investiert und Eigenleistung gebracht. Durch die Nutzung regenerativer Energien haben wir außerdem Unabhängigkeit gewonnen – für uns ein gutes Gefühl“, erklärt das Ehepaar Westerhoff aus Buchholz an der Aller.

Heizungsanlage

Die alten Nachtspeicheröfen wurden durch eine effiziente Öl-Brennwertheizung ersetzt. Neue Heizkörper sorgen für eine angenehme und komfortable Wärmeverteilung.

Die neue Solaranlage mit einer Kollektorfläche von insgesamt 34,6 m² deckt fast die Hälfte des Wärmeenergiebedarfs. Die Sonnenwärme wird zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung genutzt.

Ein hochwärmegedämmter Kombispeicher mit etwa 627 Litern Fassungsvermögen bevorratet die Wärme für Heizung und Warmwasser zum kurzfristigen Abruf. Die große Menge an Sonnenwärme wird in einem zusätzlichen, individuell konzipierten und in das Heizsystem integrierten Pufferspeichersystem längerfristig bevorratet. Dafür stehen sechs jeweils 1.000 Liter fassende Edelstahlspeicher zur Verfügung.

Um Platz für die Heizungsanlage zu schaffen, wurde der Bereich unter dem ehemaligen Carport ausgehoben und ummauert. In dem neu entstandenen Kellerraum sind die sechs Wärmespeicher, die Heizungsverteilung und der 1.000 Liter fassende Heizöltank aufgestellt. Der kleinere Wärmespeicher und das wandhängende Brennwertgerät wurden oberirdisch im nun geschlossenen ehemaligen Carport installiert.

Weitere energetische Maßnahmen

Die alten Fenster waren teilweise defekt und schützten nicht ausreichend vor Wärmeverlusten. Deshalb wurden Kunststoffelemente mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung eingesetzt.

Um die hochwertige Dachdeckung und die roten, teilweise mit Fachwerk versehenen Klinkerfassaden zu erhalten, entschieden sich die Eigentümer für eine Einblasdämmung. So wurde die bereits vorhandene 14 cm dicke Dämmung der obersten Geschossdecke zusätzlich durch eine Zellulose-Einblasdämmung von 10 cm ergänzt. In die Luftschicht des Mauerwerks wurde ein mineralischer Faserdämmstoff eingeblasen, so dass die Gesamtdämmschicht der Außenwände nun 13 cm beträgt.

Die neu integrierte Komfortlüftungsanlage hat im Wesentlichen eine Funktion: Sie stellt den aus hygienischen und bauphysikalischen Gründen notwendigen Mindestluftaustausch sicher. Die beiden Lüftungsgeräte tauschen die verbrauchte Luft gegen frische gefilterte und erwärmte Außenluft aus. Dabei wird auch die Energiebilanz verbessert, denn mit der Wärme aus der Abluft wird die Frischluft vorgewärmt.

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  • „Wir sparen jetzt viel Energie und leisten so einen Beitrag zum Klimaschutz. Um dieses Ziel zu erreichen haben wir viel investiert und Eigenleistung gebracht. Durch die Nutzung regenerativer Energien haben wir außerdem Unabhängigkeit gewonnen – für uns ein gutes Gefühl“, erklärt das Ehepaar Westerhoff aus Buchholz an der Aller.

     

    „Wir sparen jetzt viel Energie und leisten so einen Beitrag zum Klimaschutz. Um dieses Ziel zu erreichen haben wir viel investiert und Eigenleistung gebracht. Durch die Nutzung regenerativer Energien haben wir außerdem Unabhängigkeit gewonnen – für uns ein gutes Gefühl“, erklärt das Ehepaar Westerhoff aus Buchholz an der Aller.

     

  • Die alten Nachtspeicheröfen wurden durch eine effiziente Öl-Brennwertheizung ersetzt. Neue Heizkörper sorgen für eine angenehme und komfortable Wärmeverteilung.

     

    Die alten Nachtspeicheröfen wurden durch eine effiziente Öl-Brennwertheizung ersetzt. Neue Heizkörper sorgen für eine angenehme und komfortable Wärmeverteilung.

     

  • Die neue Solaranlage mit einer Kollektorfläche von insgesamt 34,6 m² deckt fast die Hälfte des Wärmeenergiebedarfs. Die Sonnenwärme wird zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung genutzt.

     

    Die neue Solaranlage mit einer Kollektorfläche von insgesamt 34,6 m² deckt fast die Hälfte des Wärmeenergiebedarfs. Die Sonnenwärme wird zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung genutzt.

     

  • Ein hochwärmegedämmter Kombispeicher mit etwa 627 Litern Fassungsvermögen bevorratet die Wärme für Heizung und Warmwasser zum kurzfristigen Abruf. Die große Menge an Sonnenwärme wird in einem zusätzlichen, individuell konzipierten und in das Heizsystem integrierten Pufferspeichersystem längerfristig bevorratet. Dafür stehen sechs jeweils 1.000 Liter fassende Edelstahlspeicher zur Verfügung.

     

    Ein hochwärmegedämmter Kombispeicher mit etwa 627 Litern Fassungsvermögen bevorratet die Wärme für Heizung und Warmwasser zum kurzfristigen Abruf. Die große Menge an Sonnenwärme wird in einem zusätzlichen, individuell konzipierten und in das Heizsystem integrierten Pufferspeichersystem längerfristig bevorratet. Dafür stehen sechs jeweils 1.000 Liter fassende Edelstahlspeicher zur Verfügung.

     

  • Um Platz für die Heizungsanlage zu schaffen, wurde der Bereich unter dem ehemaligen Carport ausgehoben und ummauert. In dem neu entstandenen Kellerraum sind die sechs Wärmespeicher, die Heizungsverteilung und der 1.000 Liter fassende Heizöltank aufgestellt. Der kleinere Wärmespeicher und das wandhängende Brennwertgerät wurden oberirdisch im nun geschlossenen ehemaligen Carport installiert.

     

    Um Platz für die Heizungsanlage zu schaffen, wurde der Bereich unter dem ehemaligen Carport ausgehoben und ummauert. In dem neu entstandenen Kellerraum sind die sechs Wärmespeicher, die Heizungsverteilung und der 1.000 Liter fassende Heizöltank aufgestellt. Der kleinere Wärmespeicher und das wandhängende Brennwertgerät wurden oberirdisch im nun geschlossenen ehemaligen Carport installiert.

     

  • Die alten Fenster waren teilweise defekt und schützten nicht ausreichend vor Wärmeverlusten. Deshalb wurden Kunststoffelemente mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung eingesetzt.

     

    Die alten Fenster waren teilweise defekt und schützten nicht ausreichend vor Wärmeverlusten. Deshalb wurden Kunststoffelemente mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung eingesetzt.

     

  • Um die hochwertige Dachdeckung und die roten, teilweise mit Fachwerk versehenen Klinkerfassaden zu erhalten, entschieden sich die Eigentümer für eine Einblasdämmung. So wurde die bereits vorhandene 14 cm dicke Dämmung der obersten Geschossdecke zusätzlich durch eine Zellulose-Einblasdämmung von 10 cm ergänzt. In die Luftschicht des Mauerwerks wurde ein mineralischer Faserdämmstoff eingeblasen, so dass die Gesamtdämmschicht der Außenwände nun 13 cm beträgt.

     

    Um die hochwertige Dachdeckung und die roten, teilweise mit Fachwerk versehenen Klinkerfassaden zu erhalten, entschieden sich die Eigentümer für eine Einblasdämmung. So wurde die bereits vorhandene 14 cm dicke Dämmung der obersten Geschossdecke zusätzlich durch eine Zellulose-Einblasdämmung von 10 cm ergänzt. In die Luftschicht des Mauerwerks wurde ein mineralischer Faserdämmstoff eingeblasen, so dass die Gesamtdämmschicht der Außenwände nun 13 cm beträgt.

     

  • Die neu integrierte Komfortlüftungsanlage hat im Wesentlichen eine Funktion: Sie stellt den aus hygienischen und bauphysikalischen Gründen notwendigen Mindestluftaustausch sicher. Die beiden Lüftungsgeräte tauschen die verbrauchte Luft gegen frische gefilterte und erwärmte Außenluft aus. Dabei wird auch die Energiebilanz verbessert, denn mit der Wärme aus der Abluft wird die Frischluft vorgewärmt.

     

    Die neu integrierte Komfortlüftungsanlage hat im Wesentlichen eine Funktion: Sie stellt den aus hygienischen und bauphysikalischen Gründen notwendigen Mindestluftaustausch sicher. Die beiden Lüftungsgeräte tauschen die verbrauchte Luft gegen frische gefilterte und erwärmte Außenluft aus. Dabei wird auch die Energiebilanz verbessert, denn mit der Wärme aus der Abluft wird die Frischluft vorgewärmt.

     

Ergebnis vorher nachher
Primärenergiebedarf: 287 kWh/(m²a) 33 kWh/(m²a)
Einsparung Primärenergie: 88 %
Investition: 108.017 Euro
KfW-Effizienzhaus 85
Objektdaten
Nutzfläche 339 m²
Baujahr Gebäude 1984
Anzahl der Bewohner 5 Personen
Heizsystem Öl-Brennwertgerät, Solarthermie
Solarkollektor 34,6 m², 60°, Richtung Süd
Volumen Wärmespeicher 627 Liter + 6 x 1.000 Liter
Tanktyp Kunststoffbatterietank
Volumen Tank 1.000 Liter
Reichweite Tankfüllung Ca. 1 Jahr
Heizölbedarf pro Jahr 770 Liter (vorher 37.712 kWh Strom)
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