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Die Macher

Sabine: Richtig heizen – diese Fehler gilt es zu vermeiden!

By 26. November 2021No Comments

Heizen wird nicht billiger – im Gegenteil. Weil ich trotzdem auf die gemütliche Wohnzimmerwärme im Winter nicht verzichten möchte, versuche ich so effizient wie möglich zu heizen. Dafür habe ich im Laufe der Zeit einige clevere Tipps zum Thema Heizen gesammelt. Und für einen besonderen Kniff kam außerdem der Handwerker bei uns vorbei.
Unbeheizte Räume durch die offene Türen mitbeheizen, Fenster auf Kipp, unregelmäßig heizen – man kann so vieles falsch machen. Dadurch treibt man nicht nur die Energiekosten in die Höhe, sondern es droht im schlimmsten Fall sogar Schimmelbildung. Ich lebe mit meiner Familie in einem Haus und logischerweise gilt: Je größer die Wohnfläche, desto höher sind die Heizkosten. Um Geld zu sparen und die Umwelt zu entlasten, möchten wir beim Heizen möglichst alles richtig machen. Denn das Heizen verursacht gut 70 Prozent des Energieverbrauchs in den eigenen vier Wänden. Doch wie verhindern wir auf der einen Seite Schimmel und verschwenden auf der anderen Seite aber keine wertvolle Energie, ohne am Wohnkomfort zu sparen? Hier sind ein paar Tipps, wie wir richtig heizen und lüften können.

Erster Fehler: Zugestellte Heizkörper

Es ist unglaublich, wie gut eine Couch isolieren kann. Die dicken Polster lassen fast gar keine Wärme oder Kälte durch. Warum ich jetzt über die isolierende Wirkung von Möbeln schreibe? Ganz einfach: Wenn Heizkörper mit Mobiliar zugestellt und dadurch abgedichtet sind, verschwendet das wertvolle Energie. Die warme Luft der Heizung kann dann nicht richtig entweichen und im Raum zirkulieren. Zuhause achten wir also darauf, dass unsere Möbel nicht direkt vor dem Heizkörper stehen. Auch Vorhänge sollten Heizungen nicht verdecken, denn sie haben ebenfalls eine wärmeisolierende Wirkung.

Zweiter Fehler: Heizung falsch einstellen

Um beim Heizen Geld zu sparen, sollte die Heizung keinen Grad zu warm eingestellt sein. Dafür muss man die perfekte Temperatur zum Wohlfühlen finden, denn jedes Grad kostet Energie und damit Geld. In der Regel sollte es im Wohnbereich zwischen 20 und 22 Grad Celsius warm sein. Da in der Küche Herd und Kühlschrank die Temperatur beeinflussen, können wir hier sparen und es bei 18 Grad belassen. Im Schlafzimmer reichen generell 17 bis 18 Grad aus, denn bei kälterer Luft schläft es sich bewiesenermaßen besser. Damit wir unter der Dusche nicht frieren, heizen wir im Bad auf 22 Grad Celsius.
Wer nun aber denkt, dass es am schlausten sei, die Heizung so oft wie möglich komplett auszustellen, der irrt. Es sollte in der Wohnung oder im Haus niemals kälter als 14 Grad sein. Sonst kondensiert die Feuchtigkeit an den Wänden, was die Schimmelbildung begünstigt. Deshalb ist es wichtig, die Heizung im Winter nicht komplett auszustellen – gerade wenn man ein paar Tage wegfährt.
Das Einhalten der perfekten Raumtemperatur erscheint kompliziert. Deshalb lohnt sich hier oft die Investition in smarte Thermostate. Sie arbeiten mit Sensoren, die die jeweilige Raumtemperatur messen und die Leistung der Heizung an die entsprechende Wunschtemperatur anpassen. Smarte Thermostate sind besonders praktisch, wenn man mal für ein paar Tage nicht zu Hause ist und vergessen hat, die Heizung herunterzustellen. Die Heizung lässt sich dann ganz einfach per App regulieren. Außerdem ist die Fernsteuerung praktisch, wenn man kurz vor der Rückkehr die Heizung hochregeln möchtet. So betreten wir immer ein gemütlich vorgewärmtes Zuhause. Mein Nachbar Lars ist ein richtiger Technik-Freak und kann noch viel mehr über Smart Home Integration berichten. Schaut mal bei ihm vorbei.

Dritter Fehler: Falsches Lüften

Effizientes Lüften ist für ein gesundes Raumklima essenziell. Auch wenn es im Winter draußen friert und die Heizung eigentlich auf Hochtouren läuft, sind kleine Heizpausen zum Stoßlüften unverzichtbar. Vor allem muss durch das Lüften Feuchtigkeit aus der Wohnung entweichen, um so Schimmelbildung zu vermeiden. Unabhängig vom Wunsch, beim Heizen keine Energie zu verschwenden, ist es hier auch wichtig, an die eigene Gesundheit zu denken. Für einen schnellen Luftaustausch ist Stoßlüften die wirkungsvollste Maßnahme. Je nachdem wie viele Bewohner wie viel Zeit im Raum verbringen, lohnt es sich, regelmäßig fünf Minuten stoßzulüften. Wer gegenüberliegende Fenster öffnet, erzeugt einen Durchzug, der den Prozess beschleunigt. Es ist ein Fehler, Fenster stundenlang auf Kipp zu halten. So geht nur wertvolle Wärme verloren.

Vierter Fehler: Offene Türen

Im Winter kostet es oft viel Überwindung, Fenster richtig zu öffnen. Stattdessen zieht man lieber die Zimmertür auf und lässt die unbeheizte Luft vom Nebenraum ins warme Zimmer strömen. Oder man denkt, dass es sparsamer wäre, nur in einem Raum zu heizen, weil dieser den Nebenraum doch mitheizen könnte. Das funktioniert nur leider nicht. Das Öffnen der Tür vergeudet Wärme und Energie. Die Heizungsluft des einen Raums wird im Nebenraum nicht zirkulieren können und am Ende haben wir zwei kühlere Räume als zwei warme. Schlimmer noch: Die Feuchtigkeit des beheizten Raums strömt dann in den unbeheizten, wo sie sich an den Wänden absetzt und zu Schimmelbildung führen kann. Wer sich also nach frischer Luft sehnt, sollte lieber richtig stoßlüften, anstatt nur die Tür zu öffnen. So tauscht sich verbrauchte, feuchte Raumluft mit frischer Luft von draußen aus.

Fünfter Fehler: Keine Vorhänge

Eben habe ich noch davon gesprochen, dass Vorhänge vor der Heizung vermieden werden sollten. Aber solange Vorhänge nur die Fenster und nicht die Heizkörper verdecken, profitiert man von der isolierenden Wirkung. Natürlich hängt diese vom Material der Vorhänge oder der Rollläden ab. Trotzdem können wir generell davon ausgehen, dass wir mit abgedeckten Fenstern Heizkosten sparen.

Sechster Fehler: An einer Modernisierung sparen

Wer effizient und sparsam heizen will, bei dem hilft in manchen Fällen nur noch eine Modernisierung. Damit nicht unnötig Energie verschwendet wird, sollte der Fokus auf einer guten Wärmedämmung und abgedichteten Fenster liegen. Unter Umständen lohnt es sich, in eine neue Heizung zu investieren. Durch diese Maßnahmen können wir Heizkosten deutlich senken.

Siebter Fehler: Auf den hydraulischen Abgleich verzichten

Mein Kollege Michael hat mich auf den hydraulischen Abgleich gebracht. Hier sind seine Tipps zum Thema. Ich reiße das Thema also nur kurz an: Beim hydraulischen Abgleich wird die optimale Vorlauftemperatur für das System sowie die benötigte Wassermenge der einzelnen Heizkörper berechnet und eingestellt. Warum? Es kommt häufig vor, dass Heizkörper in unterschiedlichen Räumen schneller oder langsamer anspringen – und das hat verschwenderische Folgen. Sollte man also das Gefühl haben, dass die Heizungen nicht gleichmäßig anspringen, ist die Zeit für einen hydraulischen Abgleich reif. Bei uns hat sich das wirklich gelohnt!

Ich fasse noch einmal kurz zusammen …

Es gibt zahlreiche kleinere und größere Maßnahmen, um richtig zu heizen und Geld zu sparen. Dazu gehören frei gehaltene Heizkörper, die passende Raumtemperatur, regelmäßiges Stoßlüften, das Abdecken von Fenstern, das Geschlossenhalten von Türen, eine rechtzeitige Modernisierung des Hauses oder der Wohnung sowie ein hydraulischer Abgleich.