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Die Macher

Macherin Sabine: Heizsysteme im Vergleich

By 18. Oktober 2021November 26th, 2021No Comments

Die wichtigsten Heizsysteme im Vergleich: Welche Heizung ist für mich die richtige?

Wenn ich mit meinem Mann zusammen im Supermarkt einkaufe, lacht er mich regelmäßig aus. Denn ich nehme mir immer reichlich Zeit und schaue mir Gemüse und Obst ganz genau an, bevor ich mich für ein Exemplar entscheide. Für meine Liebsten kommt mir eben nur das Beste in den Einkaufswagen. Als wir kürzlich die alte Heizung in unserem Eigenheim austauschen mussten, bin ich ähnlich vorgegangen. Ich habe mir im Vorfeld alle gängigen Heizungssysteme im Vergleich angeschaut, ihre Vor- und Nachteile gegenübergestellt und schließlich die für mich ideale Lösung gefunden. Hierbei waren mir die Faktoren Kosten, Klimafreundlichkeit und Flexibilität besonders wichtig.

Ich habe die Ergebnisse meiner Untersuchungen hier einmal aufgeschrieben. Vielleicht kann mein Vergleich als Orientierungshilfe für diejenigen dienen, die sich in näherer Zukunft ebenfalls eine neue Heizung anschaffen wollen.

Pelletheizung: Wärme ohne fossile Brennstoffe – aber mit einem Haken

Die Pelletheizung ist ein vergleichsweise junges Heizsystem. Rund zwei Prozent aller Heizungen in Deutschland produzieren Wärme mit den kleinen Presslingen aus Holz. Der Grundgedanke dieser Technik ist zukunftsweisend: Die benötigte Energie wird nicht aus fossilen Brennstoffen, sondern aus regional nachwachsenden Rohstoffen wie Holz gewonnen. Das klingt hervorragend. Allerdings machen es die hohen Anschaffungskosten vielen Haushalten schwer bis unmöglich auf dieses Heizsystem umzusteigen. Zudem wachsen aufgrund der steigenden Nachfrage die Kosten enorm an – auch für die Holzpellets. Daher werden mittlerweile nicht nur wie ursprünglich geplant Sägespäne zur Pelletherstellung verwendet, sondern auch Holz, das sonst auch von der holzverarbeitenden und Papier-Industrie verwendet werden könnte. Ein weiterer Wermutstropfen – und für uns das Ausschlusskriterium – ist der notwendige Lagerraum, der nicht nur groß, sondern auch gut belüftet sein muss. Im Vergleich: Die Pellets brauchen bei gleicher Energiemenge ungefähr dreimal so viel Platz wie ein Heizöltank. Bei unzureichender Lüftung kann es vorkommen, dass die Pellets aufquellen.

Fazit: Der Aufwand und die nötigen Umbauarbeiten und damit verbundenen Kosten standen für uns in keiner Relation zum Nutzen der Heizung.

Wärmepumpe: wirklich so ökologisch wie gedacht?

Die Funktionsweise einer Wärmepumpe ähnelt der eines Kühlschranks – nur umgekehrt. Wo dieser dem Innenraum Wärme entzieht, und an den Außenbereich abgibt, entnimmt eine Wärmepumpe Wärme aus der Umgebung und gibt sie als Heizenergie im Innern des Hauses wieder ab. Dieses Heizsystem hat einen entscheidenden Pluspunkt: Man benötigt weder einen Schornstein noch einen Lagerraum für einen Öltank oder Holzpellets. Und auch der Ökoaspekt spricht für eine Heizung mit Wärmepumpe – schließlich lässt sich mit ihrer Hilfe der CO2-Ausstoß um ganze 90 Prozent reduzieren. Was viele dabei nicht vor Augen haben: Zum Betrieb benötigt die Wärmepumpe viel Strom und der wird immer noch zu einem großen Teil aus fossilen Energieträgern gewonnen. Die Ökobilanz fällt aber nur dann wirklich positiv aus, wenn das Heizsystem mit Ökostrom kombiniert wird. Der kommt dem Verbraucher allerdings teuer zu stehen und auch die Anschaffung einer Heizung mit Wärmepumpe geht ordentlich ins Geld.

Fazit: Ich möchte meine CO2-Emissionen deutlich reduzieren, kann mir aber aufgrund der hohen Kosten im Moment eine Heizung mit Wärmepumpe einfach nicht leisten.

Gasheizung: bewährtes System mit hoher Versorgungssicherheit

Mit keinem anderen System heizen die Deutschen so oft wie mit der Gasheizung. Moderne Brennwerttechnik nutzt die Energie des Brennstoffs optimal und verwendet sogar die in den Abgasen vorhandene Wärme zum Heizen. Ein weiteres Plus: Lagerräume sind überflüssig, da das Gas durch eine Leitung direkt in die eigenen vier Wände gelangt. Und das ist für viele Haushalte schon ein Knackpunkt, denn längst nicht alle Haushalte im Bundesgebiet sind an das Gasnetz angeschlossen. Das Gas kommt übrigens nur zu einem geringen Anteil aus Deutschland, sondern vermehrt aus den Niederlanden, Großbritannien und Russland. Verbraucher sind dementsprechend abhängig von den internationalen Lieferanten, die durch ihre starke Position die Gaspreise diktieren können. Wie die Gaspreisentwicklung zukünftig aussehen wird, bleibt daher ungewiss.

Fazit: Für uns kam Gas nicht infrage, denn wir haben schlichtweg keinen Gasanschluss im Haus.

Moderne Öl-Brennwertheizung: Heizkosten sparen ohne schlechtes Gewissen

Ich war der festen Meinung, dass Ölheizungen bald der Vergangenheit angehören werden, da Energieverbrauch und Umweltbelastung einfach zu hoch ausfallen. Ich musste feststellen, dass das zwar auf alte Heizungen durchaus zutrifft, nicht aber auf moderne Öl-Brennwertanlagen. Die neue Generation der Ölheizungen trumpft mit einer im Vergleich zu anderen Heizsystemen hohen Energieeffizienz auf. Rund 98 Prozent des Brennstoff-Energiegehaltes werden in Energie – in diesem Falle Wärme – umgewandelt. Zudem sind Anschaffungs- und Betriebskosten vergleichsweise bezahlbar. Direkt nach dem Einbau sinken die Energiekosten und somit die Ausgaben um beinahe 20 Prozent. Im Gegensatz zu einer Gasheizung gibt es hier keine Bindung an einen Heizöllieferanten. Wenn die Ölpreise niedrig sind, schlägt man einfach zu und füllt seinen Vorrat wieder auf. Und noch was: Dank dem geringen Verbrauch sind unsere neuen Öltanks so klein, dass sie bequem sogar in unseren Kellerraum passen.

Und Lars hat mir erklärt, dass bei diesem Heizsystem sogar noch mehr drin ist: Seine moderne Ölheizung wird nämlich schon jetzt mit einem treibhausgasreduzierten Heizöl betrieben. Er damit nimmt an einem Modellprojekt teil. Mithilfe dieser Future Fuels spart er nochmal deutlich CO2 ein. Und noch was: Moderne Ölheizungen lassen sich ganz einfach zu Hybridsystemen ausbauen und zum Beispiel mit Solaranlagen koppeln. Dann verbrauchen sie noch weniger.

Fazit: Nachdem ich die gängigen Heizsysteme im Vergleich betrachtet habe, konnte ich das beste Heizsystem für unsere individuellen Bedürfnisse finden. Mit unserer neuen Öl-Brennwertheizung sparen wir schon jetzt Kosten ein und heizen ohne schlechtes Gewissen. Wenn Ihr nochmal genauer hinsehen wollt, gibt es auf dieser Seite mehr Infos.